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WK Wien: Wiener Kurzparkzonenerweiterung schafft Leerfahrten

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Im März 2022 wird in Wien flächendeckend die Kurzparkzone eingeführt. Für viele Transportunternehmen bedeute das, dass sie künftig nur mehr im Bezirk des Betriebsstandorts anstatt im Einsatzgebiet parken können. "Das führt zu unnötigen Leerfahrten ins Einsatzgebiet und belastet Unternehmen und Umwelt", warnt Wolfgang Böhm, Fachgruppenobmann der Transporteure in der Wirtschaftskammer Wien.

Beispiel Abschleppdienste

Viele Unternehmen wie Abschleppdienste würden aus Effizienz- und Umweltgründen ihre Fahrzeuge außerhalb der Betriebszeiten direkt in den jeweiligen Einsatzgebieten parken, so Böhm. Dadurch könnte auf Einsätze schneller reagiert und unnötige Leerfahrten verhindert werden. Mit der neuen Regelung müsse das Fahrzeug jeden Tag erneut in das jeweilige Einsatzgebiet gefahren werden. Für einen Abschleppdienst mit Betriebsstandort im 22. Bezirk und Einsätzen im 23. Bezirk bedeute das eine Fahrt quer durch die Stadt. "Das schafft nicht nur abwendbare Leerfahrten und eine Belastung für die Umwelt, sondern auch mehr Verkehr zu den Spitzenzeiten in der Früh und am Abend", so Böhm.

Auch Lenker betroffen

Wenn Fahrzeuge nicht mehr im Einsatzgebiet oder in der Nähe der Wohnorte der Lenker abgestellt werden dürfen, hat das auch für die Fahrer Folgen: "Müssen diese künftig erst zum Betriebsstandort, anstelle dass sie direkt ins Einsatzgebiet fahren, verlängert sich ihr Arbeitsweg", so Böhm. Schwere Lastwagen, wie sie Abschleppunternehmen nutzen, dürfen nachts nur in mehr als 25 Meter Entfernung zu Wohnhäusern abgestellt werden. Diese Flächen auf öffentlichen Grund, gibt es aber nur in den Randbezirken, die bisher noch nicht in das Wiener Kurzparkzonenmodell eingeschlossen waren. "Das verschärft die Situation für viele Unternehmer zusätzlich. Bevor die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung in Wien eingeführt wird, müssen die Probleme der Unternehmer gelöst werden", betont Böhm abschließend.