E-Mobilität

USA: Daimler Trucks bringt zwei neue Elektro-Freightliner

Eine Elektro-Variante für längere Strecken und eine für den Verteilerverkehr: Die Daimler-Tochter Freightliner geht mit zwei neuen Lkw-Modellen für den US-amerikanischen Markt an den Start. Zudem wird eine einheitliche E-Mobility-Group gegründet.

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Daimler Trucks enthüllt zwei Freightliner-Trucks mit Elektro-Antrieb auf den Capital Market & Technology Days in Portland. 

In den USA wird es zwei neue vollelektrische Lkw US-Daimler-Tochter Freightliner geben. Die Präsentation findet auf den Capital Market & Technology Days in Portland/Oregon statt. In jenem Bundesstaat, in dem Daimler Trucks künftig ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für automatisiertes Fahren betreibt. Mit dem „eCascadia“ hat Freightliner nun einen schweren Elektro-Lkw für den Fernverkehr im Portfolio, der über ein zulässiges Gesamtgewicht von über 15 Tonnen verfügt. Der mittelschwere Freightliner mit der Bezeichnung „eM2“ soll dagegen das Segment Verteilerverkehr und die letzte Meile bedienen.

Zwei Trucks für zwei Aufgaben 

Der Freightliner eCascadia basiert auf dem Langstrecken-Lkw Cascadia der schweren US-Klasse 8. Der elektrische Ableger des Langstrecken-Trucks soll mit einer Leistung von rund 537 kWh unterwegs sein, 730 PS liefern und 400 Kilometer bewältigen. Der Hersteller verspricht zudem, dass sich die Batterien innerhalb von 90 Minuten auf rund 80 Prozent aufladen lassen, womit eine Distanz von weiteren 320 Kilometern (200 Meilen) möglich sei. Daimler sagte, dass das mögliche Einsatzgebiet des eCascadia der Transport von Hafencontainern beziehungsweise der Warentransport über nicht allzu große Distanzen sei.  

Das neue Freightliner-Modell „eM2“ deckt als vollelektrische Variante das mittelschwere Segment (neun bis zwölf Tonnen) ab. Freightliner hat das Einsatzgebiet des mittelschweren E-Trucks für den Verteilerverkehr und die letzte Meile definiert. Die Batterien der E-Ausführung stellen 325 KWh für bis zu 480 PS bereit. Die Reichweite des eM2 beträgt rund 370 Kilometer. Innerhalb von 60 Minuten sollen die Batterien um rund 80 Prozent aufgeladen sein, was eine Reichweite von rund 300 Kilometern ermöglichen soll. 

Im nächsten Schritt plant Daimler Trucks North America im Laufe des Jahres eine Innovationsflotte von rund 30 Elektro-Lkw an erste Kunden in den USA zu übergeben. Wie schon beim vollelektrischen Leicht-Lkw Fuso eCanter und dem mittelschweren Mercedes-Benz eActros in Europa verfolgt Daimler Trucks das Ziel, gemeinsam mit Kunden weitere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich Elektro-Lkw im Transportalltag möglichst effizient einsetzen lassen.

Neue Einheit für E-Mobilität

In einer global aufgestellten „E-Mobility-Group“ möchte Daimler nun sein Know-How über Antriebe, Komponenten und komplette E-Fahrzeuge bündeln. „Bei konventionellen Antrieben profitieren wir seit jeher von unserer weltweiten Plattformstrategie. Diesen Ansatz übernehmen wir nun auch für den Bereich der e-Mobilität. Hierzu bauen wir die E-Mobility Group auf, in der unsere Experten aus allen Funktionen weltweit gemeinsam an den besten e-Antrieben arbeiten,“ erklärt Frank Reintjes, Bereichsvorstand von Daimler Trucks & Buses verantwortlich für Global Powertrain und Manufacturing Engineering.

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