Absatz

Trübes drittes Quartal bei Daimler Trucks

Während Daimler bei den Pkw nach roten Zahlen wieder in die Gewinnzone fährt, sieht die Situation bei der Truck-Sparte nicht ganz so rosig aus.

Bei den Pkw stieg der Konzernabsatz im dritten Quartal um sechs Prozent auf rund 839.000 Fahrzeuge. Daimler-Chef Ola Källenius erklärte, das Unternehmen müsse sich noch erheblich mehr anstrengen, um den Wandel in der Autoindustrie in den nächsten Jahren zu meistern. "Wir müssen unsere Kosten deutlich reduzieren und den Cash Flow konsequent stärken", ergänzte er. Doch zu altem Glanz dürfte der Premiumhersteller vorerst nicht zurückfinden. Denn hohe Kosten für den Schwenk zu Elektroautos oder autonomem Fahren, die Altlasten des Diesel-Abgasskandals und die schwächere Autonachfrage weltweit drücken auf den Gewinn. Der Vorjahresvergleich fällt außerdem günstig aus, weil das dritte Quartal 2018 schon ein sehr schwaches mit einem Gewinneinbruch war.

Den Ausblick für das Gesamtjahr ließ Daimler auf Konzernebene unverändert, senkte aber nach einem Absatz- und Gewinnrückgang der Lkw-Tochter Daimler Trucks deren Ziele. Im Konzern soll das Betriebsergebnis trotz eines leichten Umsatzzuwachses und stabiler Absätze deutlich sinken. Nach Daten des britischen Finanzunternehmens Refinitiv erwarteten Analysten zuletzt mit rund 172 Milliarden Euro zweieinhalb Prozent mehr Jahresumsatz, und ein Absacken des operativen Gewinns (Ebit) um ein Drittel auf 7,3 Milliarden Euro.

Bei Daimler Trucks sanken der operative Gewinn und der Absatz im dritten Quartal. Die Lage in den Lkw-Märkten Europa und Nordamerika habe sich schneller eingetrübt als erwartet. Deshalb erwartet das Geschäftsfeld jetzt kein Umsatzzuwachs mehr und stutzte seine Renditeprognose um einen Prozentpunkt auf sechs bis acht Prozent. Die Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars soll aber noch weniger verdienen, hier behielt Daimler das Ziel von drei bis fünf Prozent Rendite bei. Im dritten Quartal erzielte Mercedes 6,0 Prozent, von Jänner bis März lag die Marge bei 3,1 Prozent.

(APA/red)