Straßengüterverkehr

Transportwirtschaft begrüßt EU-Vorschlag zu Arbeitsgruppen

Bundesspartenobmann Alexander Klacska hält eine Einbindung der Wirtschaft aber für nötig. Außerdem soll das Fünf-Punkte-Programms Lösungen bereitstellen.

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"Wir freuen uns, dass die Problematik des zunehmenden Lkw-Transits von der EU-Kommission erkannt und aufgegriffen wurde", kommentiert Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ankündigung der Kommission, Arbeitsgruppen einzurichten. "Gleichzeitig hoffen wir aber, dass man die Wirtschaft in den Arbeitsgruppen einbindet. Denn Lösungsvorschläge sind von unserer Seite vorhanden. Sie müssen nur umgesetzt werden", ergänzt Klacska. Diese sollen zur Lösung des Transitstreits in Tirol beitragen und Maßnahmen prüfen, die negative Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren können. Klacska erinnert dabei an das Fünf-Punkte-Programm für die Zukunft des Alpentransits, das die Bundessparte bereits im Frühjahr vorgestellt hat.

Darin enthalten sind Vorschläge zur Verbesserung des kombinierten Verkehrs, die Forderung nach einem höheren Gewichtslimit für kranbare Sattelauflieger, um die Verlagerung der Fracht auf die Schiene zu erleichtern, sowie eine Harmonisierung von Fahrverboten. Aber auch der Ausbau von Zulaufstrecken zum Brenner-Basistunnel und verbesserte Systemvoraussetzungen wie zum Beispiel höhere Förderungen für regionale Anschlussbahnen sind Teil des Fünf-Punkte-Programms - „also alles Vorschläge, die in den Arbeitsgruppen nochmal auf breiter Ebene diskutiert werden sollten, um so die Voraussetzungen für die Umsetzung der nötigen Maßnahmen zu schaffen“, so Klacska. Als betroffene Branche mache sich die Transportwirtschaft schließlich laufend Gedanken, wie man verschiedene Verkehre besser aufeinander abstimmen und die vorhandene Infrastruktur effizienter nutzen kann. „Wir wirken daher sehr gerne an den Gesprächen mit und stellen unsere Expertise zur Verfügung“, betont Klacska.

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