Lkw

Nikola Motors CEO Trevor Milton muss zurücktreten

Dem Chef des Wasserstoff-Lkw-Bauers werden die Anschuldigungen gehen ihn und sein Unternehmen zu viel - er geht. Ihm folgt Stephen Girsky, der fortan den Posten bei dem Fahrzeughersteller bekleidet. 

Die Anschuldigungen auf den CEO des Wasserstoff-Lkw-Herstellers, Trevor Milton, sind offenbar zu viel geworden. Nun verlässt der junge Geschäftsführer das Unternehmen, geht aus einer Pressemitteilung vom Sonntag hervor. Shortseller Hindenburg Research hat die Aktie des noch jungen Unternehmens massiv unter Druck gesetzt. Laut Hindenburg Research würde Nikola Motors nach außen hin bewusst ein falsches Bild vermitteln und seine Anleger über die tatsächliche Technologie des Unternehmens täuschen. 

Hindenburg behauptet genug Beweise zu haben, die das belegen würden und das CEO Milton falsche Behauptungen aufgestellt hätte, um mit Autoherstellern Kooperationen auszuhandeln. Nikola stellt sich gegen die Anschuldigungen und droht nun mit rechtlichen Schritten. An die Stelle des Ex-CEO Milton tritt nun Stephen Girsky, der fortan den Posten bei dem Fahrzeughersteller übernimmt. 

"Nikola liegt mir wirklich im Blut und wird es immer sein, und der Fokus sollte auf dem Unternehmen und seiner weltverändernden Mission liegen, nicht auf mir", so Milton in der Pressemitteilung. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Iveco, will Nikola Motors in Europa möglichst rasch Wasserstoff-Lkws auf den Markt bringen. Der erste Truck "Nikola Tre" sein.

Die Basis für die Sattelzugmaschine liefert Iveco, wie auch die Voraussetzung für eine Serienproduktion. Der Produktionsstart wird für das erste Quartal 2021 erwartet. In Deutschland wird in Ulm gefertigt. Ulm ist auch das Hauptquartier für die Konstruktion und das Design von Iveco-Fahrgestellen. (Red./Nachrichtendienste)