Buscockpit

Modularer geht‘s kaum: Wie Continental das Buscockpit verändern will

Altbackene Busarmaturen und unergonomische Sitzbedingungen sind nicht gerade förderlich, wenn es darum geht, zusätzliche Lenker für den Beruf des Busfahrers zu begeistern. Der Automobilzulieferer Contintal möchte das nun ändern.

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Statisch war gestern, modular ist heute: Continental bietet eine Lösung an, um das Buscockpit wieder attraktiver zu machen. 

Modular scheint neben Konnektivität und Vernetzung ein weiteres Zauberwort der diesjährigen Fachmesse IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zu sein. Der Automobilzulieferer Continental bedient sich ebenfalls dieses Begriffes, wenn es darum geht, das Buscockpit der Zukunft zu umschreiben. Denn der modulare Fahrerarbeitsplatz soll jetzt noch übersichtlicher und individueller werden.

Freie Anordnung, freies Einstellen

Continentals modularer Fahrerarbeitsplatz ist die Kombination aus bis zu drei Displays mit zwei frei konfigurierbaren Bedienfeldern. In der Basisausstattung zeigt das voll programmierbare 12,3-Zoll Display, als zentrale Einheit hinter dem Lenkrad, verschiedene Kombiinstrumente und Informationen wie Kamerabilder an. Bedienfelder rechts und links des Lenkrads ergänzen die Einheit. Durch den modulartigen Aufbau lassen sich die Bedienfelder und Anzeigen laut Continental nach den Bedürfnissen des Nutzers anordnen. Die Bedienfelder sind zudem über CAN-Bus verbunden und frei programmierbar.

Minimalistischer Ansatz

Während des Fahrbetriebs wird die Geschwindigkeit, der Ladestand oder die Navigation angezeigt. Im Haltestellenbetrieb sind Aufnahmen der Türkameras und andere relevante Informationen zu sehen. Beim Rückwärtsfahren oder für Rundumkamera-Systeme kann das Display als Monitor genutzt werden und macht einen Extra-Bildschirm dadurch überflüssig. 

Warnleuchten erscheinen nur dann auf dem Display, wenn es Störmeldungen gibt. Zusätzlich können Pop-up-Meldungen eingeblendet werden, um den Fahrer in außergewöhnlichen Situationen zu warnen. Wie von bisherigen Modellen des Fahrerarbeitsplatzes gewohnt, lässt sich das System komplett in Höhe und Neigung verstellen. Das bedeutet für den Busfahrer ergonomischere Arbeitsbedingungen.

© Continental

Die Ergonomie des Fahrerarbeitsplatzes erhöht sich dadurch, dass sich das modulare Gebilde entsprechend an die Bedürfnisse des Fahrers anpassen lässt. 

Der Fahrzeughersteller kann alle Module nach den Wünschen seiner Kunden individuell programmieren und auch einfach von Links- auf Rechtslenker umstellen. Sollte der Bus später für einen anderen Einsatzweck auf Tour gehen, können die Bedienfelder leicht mit neuen Tastensymbolen ausgestattet und neu programmiert werden. Ein Vorteil, der mit mechanischen Schaltern nicht ohne weiteres realisierbar ist, so Continental. 

Erste Einheiten werden bereits an Bushersteller ausgeliefert, Anfang 2019 beginnt die Serienproduktion. Interesse soll es nicht nur seitens einiger Bushersteller geben, sondern auch von Herstellern elektrisch angetriebener Kommunalfahrzeuge, wie Landmaschinen oder Baufahrzeuge.

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