Rollendes Theater

Ein Truck mit Kulturauftrag: Das "Lastkrafttheater" rollt mit Schnitzler an

Der große Vorteil gegenüber konventionellem Theater liegt auf der Hand: Das Lastkrafttheater bringt Bühne, Schauspieler und Tontechnik gleich mit. Der Arge Logcom-Truck schafft es sogar an Plätze, wo es weit und breit kein Theater gibt. In diesem Jahr werden an 27 Orten zwei Einakter von Arthur Schnitzler gezeigt: „Halbzwei“ und „Anatols Abschiedssouper“.

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© Nikolaus Similache

Mit einem Arge Logcom-Truck tourt das Lastkrafttheater wieder durch Niederösterreich und Wien. Das Konzept funktioniert denkbar einfach wie effizient: Der Lkw parkt sich ein. Die Plane wird weggezogen. Auf ihr ein Bühnenbild, das den Besucher an die Zeit um 1900 erinnert. Schließlich wird die Vorbühne aufgestellt und schon ertönt die Musik des ersten Stückes.

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© Nikolaus Similache

Mit einem Arge Logcom-Truck tourt das Lastkrafttheater wieder durch Niederösterreich und Wien. Das Konzept funktioniert denkbar einfach wie effizient: Der Lkw parkt sich ein. Die Plane wird weggezogen. Auf ihr ein Bühnenbild, das den Besucher an die Zeit um 1900 erinnert. Schließlich wird die Vorbühne aufgestellt und schon ertönt die Musik des ersten Stückes.

© Nikolaus Similache

Im Juni machte der Lkw auch vor der stimmigen Kulisse der Piaristenpfarre Maria Treu in der Josefstadt (achter Wiener Gemeindebezirk) halt. Im "Gepäck" waren nicht nur die Bühne und die Schauspieler, sondern auch ein turbulentes Theaterstück von Arthur Schnitzler. In „Davor/Danach - Lieben und Lachen in der guten alten Zeit“ werden die beiden Einakter „Halbzwei“ und „Anatols Abschiedssouper“ zu einer Komödie um Liebe, Genuss und Leidenschaft versponnen. 

© LKT

Insgesamt wird die Schnitzler-Komödie 27 Mal per Lkw zu Publikum in Wien und Niederösterreich gebracht - und zwar kostenlos. Ermöglicht wird das durch die Unterstützung des Landes Niederösterreich, der Arge Logcom, der Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe der WKNÖ sowie der AK Niederösterreich. 

© LKT; v.l.: Darsteller Max Mayerhofer, Sonja Zwazl (Präsidentin der Wirt­schafts­kammer Niederösterreich), Landesrat Ludwig Schleritzko, Transportunternehmer und Fachgruppenobmann des Güterbeförderungsgewerbes Karl Gruber und Darsteller David Czifer.

Die Idee des Lastkrafttheaters ist bereits vor einiger Zeit geboren worden. Vor sechs Jahren setzten Max Mayerhofer und David Czifer, die Initiatoren, ihre Pläne dann das erste Mal in die Realität um. Der Grundgedanke war und ist, Stücke in Orte zu bringen, in denen es kein Theater gibt. Der Lkw kommt aus dem Fuhrpark des Transportunternehmers Karl Gruber aus Sankt Pölten (Niederösterreich). Gruber lenkt den Lkw übrigens selbst. Geplant ist, dass auch heuer wieder mehr als 6000 Kilometer mit dem Schnitzler-Stück „Davor/Danach“ zurücklegt werden. 

© LKT

Der niederösterreichische Frächter hat einen ganz speziellen Bezug zum Theater: Schon als Kind hat ihn seine Groß­mutter immer ins Stadt­theater St. Pölten mit­genommen. Als vor circa 25 Jahren in seiner Pfarre eine Laien­theater­gruppe gegründet wurde, war er von Anfang an und bis heute mit viel Eifer dabei. Mit ebensolcher Begeisterung stellt er die Ladefläche seines Lkw für die mobilen Theateraufführungen zur Verfügung. 

Der nächste Spieltermin ist der: 

4. Juli 2018, 19 Uhr Fels/Wagram 
3481, Schloss Fels, Schulplatz 1 
(im Innenhof)