Lkw-Markt

Absatz von Sattelzugfahrzeugen ging stark zurück

Diverse Lockdowns und vorübergehende Schließungen von Industriebetrieben in ganz Europa haben im Jahr 2020 zu einem Einbruch im Fernverkehr und entsprechend gedämpfter Nachfrage bei Sattelzugfahrzeugen geführt. Besser lief es bei Fahrgestellen.

Von

Mit Blick auf die Neuzulassungsstatistik von Sattelkraftfahrzeugen im Jahr 2020 zeigt sich ein düsteres Bild: Manche Hersteller haben mehr als die Hälfte ihres ursprünglichen Volumens im Sattelzugbereich verloren. Ursache war nicht zuletzt ein nahezu europaweiter Total-Shutdown der gesamten Fahrzeug- und Zulieferindustrie im Frühjahr, der auch am Transportwesen nicht spurlos vorübergehen konnte. Besser lief es hingegen im Fahrgestellbereich. Das Baugewerbe, E-Commerce, Medizingütertransporte und der Lebensmittelhandel boomten, die Filialbelieferung des sonstigen niedergelassenen Handels war hingegen ebenfalls aufgrund der Schließungen des Einzelhandels massiv eingebrochen. Summa summarum mussten alle Hersteller im Lkw-Segment über 7,5 Tonnen im Jahr 2020 auch bei den Fahrgestellen deutliche Rückgänge hinnehmen. Durchwachsen sah es im Busgeschäft aus: Durch den Wegfall fast aller nicht-öffentlichen Personentransporte in Folge der behördlich verhängten Corona-Maßnahmen und Grenzschließungen kam es hier natürlich zu einem entsprechenden Rückgang der Nachfrage. Überraschenderweise ist es aber einigen Marken gelungen, ihren Absatz in diesem schwierigen Umfeld auch noch zu steigern.

Experten gehen davon aus, dass sich der Markt in den kommenden Jahren wieder erholen wird. Allerdings stehen der Lkw-Industrie parallel dazu gewaltige Umwälzungen ins Haus. Die politisch motivierte Abkehr vom Verbrennungsmotor macht auch vor der Schwerfahrzeugindustrie nicht Halt und zwingt die Hersteller zu hohen Ausgaben in Forschung und Entwicklung und die Implementierung neuer Technologien, um den CO2-Ausstoß ihrer Flotten zu reduzieren.