Future Mobility

Scania zeigt ein flexibles Konzeptfahrzeug für den Transport von morgen

Auf dem UITP Global Public Transport Summit in Stockholm zeigt Scania ein Konzeptfahrzeug, mit dem der Nutzfahrzeughersteller auf Anforderungen in Städten von morgen reagieren will.

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Nun hat auch der Nutzfahrzeughersteller Scania ein eigenes Konzeptfahrzeug, das sich mit dem Thema des urbanen Transports von morgen auseinandersetzt, und aktuell auf dem UITP Global Public Transport Summit in Stockholm präsentiert wird. Die NXT-Studie  ist nicht nur vollkommen elektrisch, sondern auch flexibel in der Anwendung, heißt es seitens Scania. Damit folgt der Nutzfahrzeughersteller einem Trend, dem viele Unternehmen in der Automobilbranche aktuell folgen.

Im Fokus steht die urbane Mobilität und ihre künftigen Anforderungen in Abstimmung mit den ambitionierten Pariser Klimazielen. Demnach sehen sich zahlreiche Städte dazu gezwungen, das Mobilitätsverhalten ihrer Bewohner zu überdenken, und neue Wege in Sachen Mobilitätsangebot zu gehen. Technische und infrastrukturelle Fortschritte bei autonomen und elektrischen Fahrzeugen erachtet Scania als wichtige Wegbereiter bei der Entwicklung der Städte hin zu einem umfassenden und nachhaltigen Transportsystem. 

© Scania

NXT bis 2030 zur Marktreife bringen

"Beim Scania Konzeptfahrzeug NXT handelt es sich um eine Zukunftsvision für den Transport im Stadtgebiet", erklärt Scania President und CEO, Henrik Henriksson. Das es sich lediglich um ein Konzept handelt, ist Henriksson klar. "Einige dieser Technologien müssen noch weiterentwickelt werden", betont er. "Uns war es allerdings wichtig, jetzt schon ein Konzeptfahrzeug zu bauen, das die realistisch umsetzbaren Ideen technisch und visuell greifbar macht“, so Henriksson. Zwar soll NXT erst 2030 auf den Markt kommen, das Fahrzeug verfüge aber bereits jetzt über einige industrieführende Funktionalitäten, die schon auf dem Markt erhältlich sind. 

© Scania

Flexibilität steht bei NXT im Vordergrund. Nicht nur, was den Personentransport angeht, sondern auch den gewerblichen Transport in modernen Städten. Scania setzt sich bei NXT mit Themen auseinander, wie wir künftig zur Arbeit oder zur Schule kommen, Geschäfte und Restaurants mit Lebensmitteln versorgt und Arzneimittel an Krankenhäuser geliefert werden. Auch kommunale Aufgabe wie die Müllentsorgung stehen im Fokus. „Bei Scania können wir das Transportsystem in den Städten nicht komplett neu erfinden. Wir können aber sehr wohl Veränderungen anregen, und genau das ist die Idee hinter NXT - Transport und Fahrzeuge anders und nachhaltiger zu betrachten", so Henriksson. 

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Öffentlichen Verkehr flexibler gestalten

Der öffentliche Verkehr bedeutet schon immer einen Austausch. Und genau das müssen wir jetzt auf die nächste Stufe heben. Mit einem höheren Automatisierungsgrad wird es einfacher sein, den öffentlichen Verkehr flexibler zu gestalten. Scania will nun verstärkt in den Pfad der Automatisierung von Nutzfahrzeugen beschreiten.  „Das ist ein neuer, ein anderer Ansatz", erklärt Robert Sjödin, NXT Project Manager. "Flexible Konzepte und modularisierte Einheiten bilden wiederum das Zentrum unseres Schaffens bei Scania." Der acht Meter lange Konzeptbus ist als Verbundsystem konzipiert, welches das Gewicht deutlich herabsetzt.

Erfahrungen und Daten sammeln 

Die zylinderförmigen Batteriezellen sind unter dem Fahrzeugboden platziert. Auf diese Weise findet der sonst ungenutzte Raum Verwendung. Dies trägt wiederum zu einer besseren Gewichtsverteilung bei. Dank des geringen Fahrzeuggewichts von weniger als acht Tonnen wird die Reichweite der modernen Batterien schon heute auf 245 Kilometer geschätzt. In erster Linie will Scania mit NXT brauchbare Daten sammeln. „Scania hat sich stets durch fortlaufende Verbesserungen in kleinen Schritten ausgezeichnet“, sagt Sjödin. „Jetzt machen wir einen riesigen Sprung in die Zukunft. Dieses Fahrzeug wird uns konkrete Daten von unschätzbarem Wert für die fortlaufende Entwicklung elektrifizierter autonomer Fahrzeuge liefern.“

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