Fortbildung

Per E-Learning zur Fachkraft

Fehlendes Personal macht erfinderisch. Direkte und vor allem umsetzbare Lösungen sind gefragter denn je. Welche digitale Weiterbildungsform nun bei einem österreichischen Logistikdienstleister zum Einsatz kommt, erfahren Sie hier.

Von

Trumpf im Ärmel: Die Kombination aus VR-Brille und Smartphone sorgt für Begeisterung. Das Unternehmen INN-ovativ möchte mit ihrer endgerätunabhänigen Software Spedifort Praxis und Theorie vereinen und nebenbei auch die Freude am Lernen erhöhen. 

Das Salzburger Unternehmen Quehenberger wird in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung künftig auf das E-Learning-System Spedifort der Firma INN-ovativ aus Kiefersfelden setzen. "Der Grund für die Entscheidung, ist der akute Fachkräftemangel im Speditionswesen", wie Thomas Kogler, Head of Product Management FTL und Leiter Agenturen, erklärt. Dieser sei zu einer großen Herausforderung geworden, wodurch das Unternehmen nun verstärkt auf Quereinsteiger zurückgreife, die mittels E-Learning fit gemacht werden sollen. Sozusagen vom: "Anfänger zum Disponenten", wie es heißt. Erfolgreich getestet wurde Spedifort zunächst am Standort Radfeld, die Ausweitung soll nun folgen.  

Fachkräftemangel als Ideenbringer

Mit seiner E-Lernplattform, möchte das aus Kiefersfelden stammende Unternehmen, eine Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen, wie Andreas Rinnhofer, Geschäftsführer von INN-ovativ erklärt. Rinnhofer ist übrigens kein Branchenfremder, er kann mittlerweile auf eine langjährige Speditionslaufbahn zurückblicken. Die Idee zur Gründung von Spedifort kam ihm nicht durch Zufall. Auslöser war ebenfalls ein akuter Fachkräftemangel, der damals im süddeutschen Raum vorherrschte, als Rinnhofer selbst noch aktiver Speditionsleiter war. Der Name Spedifort setzt sich aus den ersten Silben von Spedition und Fortbildung zusammen. 

Kleine Häppchen und flexible Lernzeiten

„Die Grundkurse von Spedifort richten sich an Berufsanfänger, Quereinsteiger und Zeitarbeiter“ erklärt Rinnhofer. Es werden etwa Themen wie Ladungssuche, LKW-Typen, Lenk- und Ruhezeiten oder Verzollung angesprochen. Fortsetzungskurse eignen sich dann für bereits ausgebildete Fachkräfte. "Der Kursteilnehmer kann, sich ortsunabhängig und von jedem Endgerät aus in seinen Kurs einloggen. Das funktioniert nicht nur mit einem PC oder Tablet, sondern auch von einem Smartphone aus“, erläutert der Geschäftsführer. Zwar ist er Großteil der Lerneinheiten Online zu bestreiten, einzelne Aufgaben seien jedoch nur unter Rücksprache mit Arbeitskollegen lösbar. „Solche Unterbrechungen sorgen dafür, dass der Lehrstoff dauerhaft im Gedächtnis bleibt“, so Rinnhofer. Jeder Kurs soll in rund 20 Arbeitstagen absolviert werden können, heißt es.  

https://www.youtube.com/watch?v=nVDz0DbuszE