Alternative Kraftstoffe : Warum Bosch jetzt auf Methanol für Großmotoren setzt
Die Robert Bosch AG hat am Standort Hallein ihre neue Methanol-Infrastruktur feierlich in Betrieb genommen.
- © Robert Bosch AG/APA-Fotoservice/Bosch hat am Standort Hallein eine neue Methanol-Infrastruktur in Betrieb genommen. Mit der Investition schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, Einspritzsysteme für alternative Kraftstoffe weiterzuentwickeln und zu testen. Insgesamt investiert Bosch 52 Millionen Euro in den Ausbau von Entwicklung und Fertigung moderner Technologien am Salzburger Standort.
Der Standort Hallein ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoreneinspritzsysteme. Dort entwickelte Common-Rail-Systeme ermöglichen den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak in Anwendungen wie der Schifffahrt, dem Schienenverkehr und stationären Energieanlagen.
Fokus auf Dekarbonisierung des Schwerlastbereichs
Nach Angaben von Bosch bildet die neue Methanol-Infrastruktur einen wichtigen Baustein für die Entwicklung zukunftsfähiger Antriebslösungen im Großmotorensegment. Alternative Kraftstoffe sollen insbesondere dort eine Rolle spielen, wo batterieelektrische Antriebe an technische Grenzen stoßen.
„Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen“, sagt Stefan Schenk, Leiter des weltweiten Bosch-Geschäfts für Großmotoreneinspritzsysteme. Gleichzeitig betont er die Bedeutung wettbewerbsfähiger und innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen für die Umsetzung solcher Projekte in Österreich.
Standort Hallein wird weiter gestärkt
Für Bosch ist die Investition zugleich ein Bekenntnis zum Standort Hallein. „Die neue Methanol-Infrastruktur und die damit verbundenen Ausbauvorhaben sind ein klares Bekenntnis zum Standort Hallein. Sie stärken unsere technologische Kompetenz und schaffen langfristige Perspektiven für unsere Belegschaft“, erklärt Amandeep Singh, kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks Hallein.
Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Salzburg
An der feierlichen Inbetriebnahme nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler bezeichnete das Projekt als Beispiel dafür, wie industrielle Transformation und wirtschaftlicher Erfolg zusammenwirken können. Nach ihren Worten stärkt die neue Methanol-Infrastruktur den Industriestandort Salzburg, sichert hochwertige Arbeitsplätze und unterstreicht die Innovationskraft der Unternehmen in der Region.
Neben der Landeshauptfrau informierten sich unter anderem Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bezirkshauptfrau Monika Vogl, WKS-Vizepräsidentin Marianne Kusejko, IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte sowie AK-Salzburg-Präsident Peter Eder über die neuen Entwicklungsmöglichkeiten für alternative Kraftstoffe.