Last Mile : Die unterschätzte Herausforderung hinter der letzten Meile

Last-Mile-Logistik: Warum städtische Fuhrparks intelligentere Strategien benötigen

Last-Mile-Logistik: Warum städtische Fuhrparks intelligentere Strategien benötigen

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Die Last-Mile-Logistik hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Bereich des Straßenverkehrs entwickelt. Nach Angaben von PETRONAS Lubricants International sind inzwischen mehr als 30 Millionen leichte Nutzfahrzeuge innerhalb der Europäischen Union in der Stadtlogistik im Einsatz.

Für Flottenbetreiber spielen dabei Faktoren wie Lieferleistung, Kraftstoff- und Energieverbrauch, Wartungsaufwand sowie die Verfügbarkeit der Fahrzeuge eine entscheidende Rolle. Bereits kleine Verbesserungen können sich insbesondere bei hochfrequenten Lieferzyklen deutlich auf Wirtschaftlichkeit und Gesamtleistung auswirken.

Gleichzeitig verändert sich das Einsatzprofil von Transportern zunehmend. Statt auf planbaren Strecken sind die Fahrzeuge immer häufiger in dicht besiedelten Stadtgebieten unterwegs. Kurze Fahrten, häufige Stopps und enge Lieferfenster prägen den Alltag vieler Flotten.

Stop-and-Go-Verkehr belastet Fahrzeuge stärker

Die Bedingungen im urbanen Lieferverkehr stellen hohe Anforderungen an die Fahrzeugtechnik. Durch häufige Stop-and-Go-Situationen sind Motoren laut PETRONAS stärkeren mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Permanente Temperaturschwankungen führen dazu, dass Antriebseinheiten häufig außerhalb optimaler Betriebsbedingungen arbeiten.

Zudem können Verschleiß und Ablagerungen zunehmen, während eine verlässliche Wartungsplanung erschwert wird. Für Flottenbetreiber bedeutet dies einen steigenden Druck, betriebliche Effizienz und Kostenkontrolle miteinander zu verbinden.

Gemischte Flotten erhöhen die Komplexität

Nachhaltigkeitsziele fördern den Einsatz unterschiedlicher Antriebstechnologien. In vielen Flotten werden heute Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybridantrieb und batterieelektrischem Antrieb parallel betrieben.

Diese Entwicklung erhöht nach Angaben von PETRONAS die Komplexität im Flottenmanagement. Bereits geringe Veränderungen bei Wirkungsgrad, Wartungsintervallen oder Ausfallzeiten können sich auf die Gesamtbetriebskosten auswirken.

Hinzu kommt die zunehmende Integration von OEM-Schmierstoffen in Service- und Wartungspakete. Dadurch werde eine objektive Bewertung der Schmierstoffwahl hinsichtlich Leistung und Kosten erschwert.

Schmierstoffe als Faktor für die Gesamtbetriebskosten

Im Flottenmanagement gelten die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) als wichtige Kennzahl. Sie umfassen unter anderem Energieverbrauch, Wartungs- und Reparaturkosten, Ausfallzeiten, Verbrauchsmaterialien sowie den Restwert eines Fahrzeugs.

Besonders im Logistikbereich können ungeplante Fahrzeugausfälle erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Dazu zählen Lieferverzögerungen, Umleitungen oder Vertragsstrafen.

PETRONAS verweist darauf, dass die Wahl des Schmierstoffs direkten Einfluss auf Kraftstoffeffizienz, Wartungsintervalle und die Lebensdauer wichtiger Komponenten haben kann. Insbesondere im städtischen Lieferverkehr seien Verschleiß und Ölabbau beschleunigt.

Trend zu umfassenden Serviceangeboten

Nach Einschätzung von PETRONAS entwickelt sich die Schmierstoffversorgung zunehmend von einer reinen Produktentscheidung zu einer leistungsorientierten Partnerschaft. Flottenmanager, Werkstätten und Fahrer erwarteten heute neben dem Produkt auch technische Unterstützung, Wartungsservices und Lösungen zur betrieblichen Optimierung.

PETRONAS Lubricants International kombiniert nach eigenen Angaben seine PETRONAS-Urania-Produktreihe mit zusätzlichen Dienstleistungen wie technischem Support, Schulungen, Ölanalysen, Überwachungssystemen und Flüssigkeitsmanagement. Ziel sei es, Wartungsprozesse planbarer zu gestalten und ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen in der Last-Mile-Logistik gewinnen Strategien zur Optimierung von Fahrzeugverfügbarkeit, Wartungsplanung und Gesamtbetriebskosten für Flottenbetreiber zunehmend an Bedeutung.