E-Lkw Laden : SMATRICS vernetzt E-Lkw-Ladeparks mit neuem Depot Club
SMATRICS startet Depot Club für E-Lkw-Ladeinfrastruktur
- © SMATRICSSMATRICS hat mit dem „Depot Club“ ein neues Netzwerk für die E-Logistik gestartet. Ziel ist es, Logistikunternehmen miteinander zu vernetzen und bestehende Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw effizienter zu nutzen. Zum Start beteiligen sich die Hasenöhrl Bau GmbH aus Oberösterreich und die Salzburger Friedl GmbH. Das Netzwerk soll künftig laufend erweitert und in einem nächsten Schritt auch auf Deutschland ausgedehnt werden.
Das Konzept sieht vor, dass Betreiber von E-Lkw-Ladedepots freie Ladefenster für andere berechtigte Mitglieder öffnen. Dadurch sollen die Auslastung bestehender Ladeinfrastruktur verbessert und zusätzliche Lademöglichkeiten entlang wichtiger Transportstrecken geschaffen werden. Gleichzeitig erhalten E-Lkw-Flotten Zugang zu planbaren Ladeoptionen entlang ihrer Routen.
Erste Standorte in Oberösterreich und Salzburg
Die ersten Mitglieder des Netzwerks stellen Depot-Lademöglichkeiten an mehreren Standorten zur Verfügung. Dazu zählen St. Pantaleon, Arbing und Freistadt in Oberösterreich sowie Berndorf bei Salzburg.
„Mit Depot Charging setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt im Ausbau der Infrastruktur für nachhaltige Logistik“, sagt Thomas Friedl, Geschäftsführer der Friedl GmbH.
Auslastung steigern und Routenplanung verbessern
Nach Angaben von SMATRICS profitieren beide Seiten von dem Modell. Unternehmen, die ihre Ladeinfrastruktur für andere öffnen, können die Auslastung ihrer Anlagen erhöhen und zusätzliche Einnahmen erzielen. Die Betreiber legen selbst fest, zu welchen Zeiten und in welchem Umfang ihre Ladepunkte verfügbar sind.
Für E-Lkw-Betreiber soll das erweiterte Netzwerk die Routenplanung erleichtern und günstigere Lademöglichkeiten schaffen. Das Konzept soll dazu beitragen, Doppelinvestitionen zu vermeiden und Umwege zu reduzieren.
Fokus auf vernetzte Ladeinfrastruktur
SMATRICS sieht den Depot Club als ersten Schritt zu einer stärker vernetzten E-Logistik. Langfristig soll Ladeinfrastruktur stärker an tatsächlichen Transportströmen ausgerichtet werden. Das Unternehmen bezeichnet den Ansatz als „Charging-as-a-Service“.
Laut SMATRICS kann dadurch die für E-Lkw nutzbare Ladeinfrastruktur deutlich erweitert werden. Gleichzeitig sollen Einstiegshürden für Logistikunternehmen sinken. Die bessere Planbarkeit von Ladestopps soll zudem die Auslastung erhöhen und den Betreibern mehr Flexibilität im täglichen Betrieb ermöglichen.
„Rein in Hub-zu-Hub-Routen zu denken, ist erstens unrealistisch und fördert zweitens das Anwachsen von isolierten Ladesilos. Das ist nicht nur unwirtschaftlich für die Depotbetreiber, sondern auf lange Sicht auch ein Nachteil für die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Mit dem SMATRICS Depot Club wirken wir dieser Entwicklung entgegen und machen das System robuster“, sagt Hauke Hinrichs, CEO von SMATRICS.