Elektrische N1 für Städte : Shift2Zero: Sechs elektrische N1-Prototypen für Europas Städte im Praxistest
Das EU-geförderte Projekt Shift2Zero entwickelt maßgeschneiderte, einsatzspezifische N1 Elektro-Nutzfahrzeuge (e-LCVs), die den komplexen Anforderungen urbaner Lieferketten gerecht werden.
- © Shift2 Zero generated by KI Chat GPT AITDas EU-geförderte Projekt Shift2Zero setzt hier an und entwickelt maßgeschneiderte, einsatzspezifische N1 Elektro-Nutzfahrzeuge (e-LCVs) für urbane Lieferketten. Sechs Prototypen auf Basis der Plattformen IVECO eDaily und Alkè ATX werden an sechs europäischen Pilotstandorten getestet.
Das AIT Austrian Institute of Technology bringt zentrale Technologien in das Projekt ein. Dazu zählen Infrarot-Kabinenheizungen, intelligentes Wärmemanagement und energieoptimierte Steuerungsstrategien.
Sechs Konzepte für urbane Lieferketten
Diesel-Nutzfahrzeuge dominieren weiterhin den Markt. In Städten sind sie häufig überdimensioniert und nicht auf unterschiedliche Transportaufgaben ausgelegt. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach schnellen, flexiblen und temperatursensiblen Lieferungen durch E-Commerce, Lebensmittelzustellungen und Retourenlogistik. Hinzu kommen strengere Zufahrtsregelungen in urbanen Räumen.
Shift2Zero entwickelt sechs Fahrzeugkonzepte, die gezielt auf diese Anforderungen zugeschnitten sind. Die Fahrzeuge verfügen über modulare Laderäume, die sich an unterschiedliche Transportaufgaben anpassen lassen. Multi-Temperatur-Laderäume ermöglichen den gleichzeitigen Transport von Frischwaren, Tiefkühlprodukten und Trockenware.
Weitere Merkmale sind ergonomisch gestaltete Fahrerplätze sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Dazu zählen bidirektionales Laden, regenerative Bremssysteme, optimierte Reifen- und Bremsentechnologien sowie intelligentes Wärmemanagement. Ergänzt wird dies durch digitale Steuerungsstrategien und IoT-Integration zur effizienteren Betriebsführung und Steuerung von Lieferketten.
Die Prototypen werden in Bergen, Oslo, Thessaloniki, Bologna, Brüssel und Wroclaw unter realen Bedingungen getestet. Parallel dazu laufen Marktanalysen, Geschäftsszenarien, Schulungen und politische Abstimmungen.
AIT verantwortet Technologieintegration
Das AIT übernimmt Simulationen, Prototypenbau, Pilotvorbereitung und Dissemination. Ziel ist die nahtlose Integration der Innovationen in die Fahrzeuge.
„Durch die Entwicklung von Infrarot-Kabinenheizungen und intelligentem Wärmemanagement helfen wir, die Fahrzeugleistung zu optimieren und gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken“, erklärt Mirza Popovac, Projektleiter am AIT.
Ein Schwerpunkt liegt auf Kühlkettenlogistik, Reverse Logistics und multi-missionsfähigen Fahrzeugkonzepten, die sowohl den Transport von Gütern als auch Personen ermöglichen.
Shift2Zero vereint 30 Partner aus 10 Ländern. Beteiligt sind Forschungsinstitute, Universitäten, Industrieunternehmen, Logistikdienstleister und Kommunen. Kernpartner sind Fundació Eurecat, Vrije Universiteit Brussel, Alkè Electric Vehicles, Gruber Logistics, IVECO SPA und Michelin.
Das Projekt wird im Rahmen von Horizon Europe (CL5-2024-D5-01) mit einem Gesamtbudget von 12 Millionen Euro gefördert. Davon entfallen 10 Millionen Euro auf den EU-Beitrag. Ziel ist die breite Einführung emissionsfreier N1 e-LCVs in Europa.