eActros Entsorgungslogistik : Brantner setzt 13 elektrische Mercedes-Benz eActros im Entsorgungsbetrieb ein

Daimler Truck Austria übergibt gemeinsam mit dem Handelspartner Pappas Auto GmbH 13 vollelektrische Mercedes-Benz eActros an das Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaftsunternehmen Brantner green solutions.

Daimler Truck Austria übergibt gemeinsam mit dem Handelspartner Pappas Auto GmbH 13 vollelektrische Mercedes-Benz eActros an das Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaftsunternehmen Brantner green solutions.

- © Brantner green solutions

Die neue Flotte umfasst zwei Sattelzugmaschinen, sechs Müllsammelfahrzeuge und fünf Kofferfahrzeuge von Mercedes-Benz. Eingesetzt werden Modelle der Baureihen eActros 300 und eActros 600.

Brantner integriert die Fahrzeuge seit Anfang 2026 vollständig in den operativen Betrieb. Sie kommen sowohl in der Sammel- und Entsorgungslogistik als auch im Streckenverkehr zum Einsatz. Je nach Einsatzgebiet variiert die tägliche Fahrleistung. Im Streckenverkehr werden Reichweiten von 500 bis 550 Kilometern erreicht.

Mit den 13 Fahrzeugen betreibt Brantner nach eigenen Angaben derzeit die größte E-Lkw-Flotte in der österreichischen Abfallwirtschaft. Neben dem lokal emissionsfreien Betrieb führt das Unternehmen auch die geringere Geräuschentwicklung im täglichen Einsatz an.

Eigene Ladeparks und Ausbau der Energieversorgung

Die Ladeinfrastruktur spielt eine zentrale Rolle für den Betrieb der elektrischen Fahrzeuge. Die E-Lkw werden im unternehmenseigenen Ladepark innerhalb von maximal sieben Stunden vollständig geladen.

Zur Planung des Einsatzes nutzt Brantner Routentracking-Daten, um jene Strecken zu identifizieren, auf denen elektrische Antriebe besonders effizient eingesetzt werden können.

Parallel zum Flottenausbau investiert das Unternehmen in High-Power-Ladeparks, unter anderem in der Brennaustraße in Krems sowie in Hagenbrunn. Weitere Standorte sind in Traiskirchen, Wulkaprodersdorf und Hohenruppersdorf geplant. Die Ladeparks werden mit 100 Prozent grünem Strom betrieben. Zusätzlich baut Brantner Photovoltaikanlagen auf mehreren Standorten aus, um einen Teil des Strombedarfs selbst zu erzeugen. Langfristig soll die Stromversorgung vollständig aus eigener Erzeugung erfolgen.

Förderung und weitere Flottenpläne

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie Investitionen in Photovoltaik finanziert Brantner überwiegend aus Eigenmitteln.

Die Umstellung auf elektrische Lkw wurde zudem durch eine Förderung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur unterstützt. Grundlage ist ein Förderantrag im Rahmen des ENIN-Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft.

Auf Basis dieser Planung beabsichtigt das Unternehmen, den Elektrofuhrpark in den kommenden Jahren um weitere elf Fahrzeuge zu erweitern.