SMATRICS EnBW : Weiterer Ausbau für Ultraschnellladenetz 2026
SMATRICS EnBW Ladepark in Regau mit zwölf Ladepunkten für PKW und drei Ladepunkten für LKW.
- © SMATRICSDer Ladeinfrastrukturbetreiber SMATRICS EnBW setzt den Ausbau seines österreichweiten Ultraschnellladenetzes fort. Nach einem Rekordjahr 2025 mit 261 neu errichteten High-Power-Charging-Ladepunkten (HPC) plant das Unternehmen für 2026 die Inbetriebnahme von 250 weiteren Ultraschnellladepunkten. Der Ausbau soll vor allem bei neuen Ladeparks sowie an Standorten von Handelspartnern erfolgen.
Aktuell betreibt SMATRICS EnBW 655 HPC-Ladepunkte an 109 Standorten in Österreich. Bis zum Jahr 2030 ist der Ausbau auf insgesamt 1.500 Ultraschnellladepunkte vorgesehen. Nach Unternehmensangaben liegt man damit über dem bisherigen Zeitplan.
Rekordjahr 2025 beim Netzausbau
Das Jahr 2025 war das bislang erfolgreichste Ausbaujahr für SMATRICS EnBW. Mit 261 neu installierten Ladepunkten wurden rechnerisch durchschnittlich rund fünf neue Ultraschnellladepunkte pro Woche errichtet.
Regional betrachtet verfügen Oberösterreich und Niederösterreich mit zusammen 240 HPC-Ladepunkten über die höchste Standortdichte. Die größten prozentuellen Zuwächse verzeichneten Wien (+104 Prozent), Tirol (+100 Prozent) und die Steiermark (+83 Prozent).
Fokus auf Fernverkehrsachsen und Ladeparks
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Ausbaus liegt auf Autobahnen und Schnellstraßen. Dort betreibt SMATRICS EnBW derzeit 63 Standorte mit 415 HPC-Ladepunkten, was einem Zuwachs von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders stark ausgebaut wurden 2025 die Südachse A2 und A9, entlang derer 24 neue Standorte entstanden.
Zusätzlich investiert das Unternehmen verstärkt in Ladeparks. Diese sind durch mehr als acht Ladepunkte und eine Ladeleistung von mindestens 400 Kilowatt definiert. Aktuell sind rund 40 Ladeparks in Betrieb. Für 2026 sind 19 weitere Standorte geplant, unter anderem in Hallein, Altlengbach, Sebersdorf und Pingau. In Regau wurde 2025 zudem ein Ladepark mit eigenen LKW-Stellplätzen in Betrieb genommen.
Neben dem Ausbau verzeichnete SMATRICS EnBW auch bei der Nutzung seiner Infrastruktur einen deutlichen Anstieg. Im Jahr 2025 stiegen sowohl die abgegebenen Kilowattstunden als auch die Anzahl der Ladevorgänge um mehr als zwei Drittel.
Handelspartner als zentrale Ausbaustandorte
Rund jeder zweite Standort des Unternehmens befindet sich bei Handelspartnern. Bei REWE (BILLA, BILLA Plus, PENNY) betreibt SMATRICS EnBW derzeit mehr als 280 Ladepunkte an über 50 Standorten. Für 2026 sind dort 15 zusätzliche Standorte mit über 100 Ladepunkten geplant. Weitere Ladestandorte bestehen unter anderem bei METRO, ZGONC und BAUHAUS, wo aktuell über 70 Standorte verfügbar sind.
Der Betrieb aller Ladepunkte erfolgt laut Unternehmen mit 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie.
Auch auf nationaler Ebene zeigt sich ein deutlicher Trend zum High-Power-Charging. Mit Ende 2025 standen in Österreich über 4.000 öffentliche HPC-Ladepunkte zur Verfügung, womit sich deren Anzahl innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat. Der Anteil batterieelektrischer Pkw am österreichischen Fahrzeugbestand lag 2025 bei 4,9 Prozent.