Mercedes-Benz E-Lkw : eArocs 400: Ein richtiger Eskimo

Der neue eArocs 400 überzeugt im Wintertest bei minus 20 Grad.

Der neue eArocs 400 überzeugt im Wintertest bei minus 20 Grad.

- © Mercedes-Benz Trucks

Der neue batterieelektrische Mercedes-Benz eArocs 400 für den urbanen Bauverkehr hat erfolgreich intensive Wintertests unter extremen Bedingungen absolviert. Bei Temperaturen von bis zu –20°C wurde der neue lokal CO2e-freie und geräuscharme E-Lkw Anfang des Jahres am finnischen Polarkreis gezielt auf Schnee und Eis erprobt, um seine Einsatzfähigkeit auch unter harten winterlichen Bedingungen sicherzustellen.

→ Jede Woche die wichtigsten Ereignisse aus der Branche kostenlos direkt in Ihr E-Mail-Postfach Jetzt Newsletter kostenlos abonnieren!

Anfang des Jahres wurde der lokal CO2e-freie E-Lkw am finnischen Polarkreis bei bis zu minus 20 Grad auf Schnee und Eis getestet.
Anfang des Jahres wurde der lokal CO2e-freie E-Lkw am finnischen Polarkreis bei bis zu minus 20 Grad auf Schnee und Eis getestet. - © Mercedes-Benz Trucks

Anspruchsvolle Tests bestanden

Im Fokus der Tests standen unter anderem die Traktion und die Fahrstabilität des eArocs 400 auf schnee- und eisbedeckter Fahrbahn, das Kaltstart-, Batterie- und Ladeverhalten bei extremen Minusgraden sowie die Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebsstrangs und das Rekuperationsverhalten im Winterbetrieb. Michael Kimmich, Entwicklungsleiter eArocs 400: „Die Wintertests in Finnland stellten den eArocs 400 unter trockenen, extrem kalten Bedingungen vor anspruchsvolle Prüfungen, die er souverän meisterte. Mit stabilem Fahrverhalten sowie einem Reichweiten- und Ladeprofil innerhalb der erwarteten Parameter bestätigte er seine Leistungsfähigkeit.“ Die Erprobung unter winterlichen Extrembedingungen lieferte den Ingenieuren von Mercedes-Benz Trucks wichtige Erkenntnisse für die weitere Optimierung des eArocs 400 zum Start der Serienproduktion und unterstreicht die Ambition, elektrische Nutzfahrzeuge auch für anspruchsvolle Ganzjahreseinsätze bereitzustellen.

Über den eArocs 400

Der eArocs 400 wird zunächst mit einem technisch zulässigen Gesamtgewicht von 37- und 44-Tonnen in der Achsformel 8x4/4 und in vier verschiedenen Radständen verfügbar sein und kann unter anderem als Fahrmischer oder Kipper aufgebaut werden. Er deckt somit wesentliche Anwendungen für den straßennahen Bauverkehr ab. Durch seine CO2e-Freiheit im Fahrbetrieb darf der eArocs 400 in innerstädtische Low- und Zero-Emission-Zonen einfahren und eignet sich aufgrund der geringen Geräuschemissionen auch für lärmsensible Umgebungen wie Wohngebiete, das Umfeld von Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten sowie für Nachtbaustellen. Er verfügt über eine Bordspannung von 800 Volt und zwei im Batterieturm direkt hinter dem Fahrerhaus untergebrachte Batteriepakete mit einer installierten Batteriekapazität von insgesamt 414 kWh. 

Die Batterie dahinter

Die Reichweite beträgt als Fahrmischer bis zu 200 Kilometer, bei der Kippervariante steigt die Reichweite auf bis zu 240 Kilometer. Damit ist für viele Anwendungsfälle ein ganzer Arbeitstag ohne Zwischenladen möglich. Geladen werden kann der eArocs 400 mit bis zu 400 kW über die serienmäßig auf beiden Seiten des Fahrzeugs verfügbare CCS2-Ladebuchse. Die zwei Batteriepakete benötigen circa 46 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden. Ausgestattet ist der eArocs 400 mit einem leistungsstarken Zentralantrieb mit integriertem 3-Gang-Getriebe und einer Dauerleistung von 380 kW sowie einer Spitzenleistung von 450 kW. In Kombination mit dieser technischen Antriebslösung können die bewährten Hypoid- und Außenplanetenachsen des Arocs genutzt werden, um weiterhin die für den Baustelleneinsatz benötigte Bodenfreiheit und Geländegängigkeit zu bieten.

Die zwei Batteriepakete benötigen circa 46 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden.
Die zwei Batteriepakete benötigen circa 46 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden. - © Mercedes-Benz Trucks

Konnektivität top!

Das im eArocs 400 verbaute Multimedia Cockpit Interactive 2 kann dank verbesserter ergonomischer Schalterleiste sowie Sprachsteuerung auch in unebenem Gelände souverän bedient werden. Moderne Sicherheitsassistenzsysteme wie Active Brake Assist 6 Plus, Active Sideguard Assist 2 und Front Guard Assist unterstützen die Fahrerinnen und Fahrer im eArocs 400 dabei, Gefahren frühzeitig zu erkennen, rechtzeitig zu bremsen und im Verkehr und auf der Baustelle den Überblick zu behalten. Der eArocs 400 wird ab Anfang April dieses Jahres verkauft. Das Grundfahrzeug wird ab dem dritten Quartal 2026 im Mercedes-Benz Werk Wörth am Rhein produziert. Die Integration des elektrischen Antriebsstrangs erfolgt anschließend durch die in Vilshofen an der Donau ansässige Paul Group.