Mobilfunknetz : So gelingt entspanntes Mautmanagement für Flotten in DACH und Europa

Shell Mautmanagement
© Sheel

Für viele Disponenten ist grenzüberschreitender Verkehr Alltag und damit auch der Spagat zwischen unterschiedlichen Mautsystemen, Gerätegenerationen und administrativen Pflichten. Die schrittweise Modernisierung der Mobilfunknetze von 2G zu 4G in Europa ist dabei vor allem ein Planungsfaktor: Wer frühzeitig pro Fahrzeug prüft, welche On-Board Units (OBUs) verbaut sind und wo die Fahrzeuge unterwegs sind, kann Umstellungen in Ruhe in den Betrieb integrieren und hält die Mauterfassung stabil. 

Warum vorausschauende Planung jetzt Vorteile bringt

Die Mobilfunklandschaft Europas verändert sich schrittweise und nicht überall gleichzeitig. In der Schweiz ist GSM (2G) laut Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) bereits deaktiviert. Für Unternehmen, die 2G-basierte Hardware einsetzen, kann das – abhängig von Einsatzland und Gerät – bedeuten, dass die Kommunikation perspektivisch an Grenzen stößt und ein Technologiewechsel erforderlich wird. Entscheidend ist daher, den eigenen Gerätestand und das Routenprofil strukturiert zu erfassen und Umrüstungen passend zu Einsatzfenstern zu planen. 

Für international eingesetzte Flotten lohnt sich damit ein pragmatischer Blick auf den eigenen Fuhrpark: Welche Geräte sind in welchem Fahrzeug eingesetzt? In welchen Ländern sind die Fahrzeuge unterwegs? So lässt sich vermeiden, dass unterschiedliche Länder-Zeitpläne und Gerätegenerationen unnötige Komplexität erzeugen. 

Shell verfolgt die Länder-Roadmaps und informiert Kunden individuell und rechtzeitig über relevante Änderungen. Der Übergang erfolgt abgestimmt auf Anforderungen, Einsatzprofile und Serviceanbieter. So bleibt die Umstellung planbar und es entsteht keine unnötige Eile.

Wo in der Praxis die größten Stolpersteine liegen

In der Übergangsphase sind es häufig operative Details, die zu Mehraufwand führen können:  

  • Falsche Konfiguration (z. B. Achszahl, Zuggesamtgewicht)
  • Strom-/Batteriethemen oder unbemerkte Statusmeldungen
  • Gerätewechsel bei fest installierten Boxen (Werkstattfenster, Downtime, korrekte Inbetriebnahme)

Typische Ursachen wie falsch eingestellte Achszahl, unrealistisches Zuggesamtgewicht oder unzureichende Stromversorgung bleiben im Alltag oft unbemerkt, bis eine Zahlungsauffälligkeit oder ein Bußgeld darauf hinweist. 

Digitale Services erleichtern den Überblick

In vielen Fällen werden Mautthemen erst sichtbar, wenn Rückfragen entstehen, etwa aus dem Backoffice oder durch Hinweise aus dem Fahrbetrieb. Digitale Monitoring-Ansätze schaffen hier Transparenz, machen Zustand und Konfiguration der OBU nachvollziehbar, ohne jedes Mal den Fahrer anrufen zu müssen. So lassen sich u. a. Batteriestatus/LED-Status sowie dynamische Fahrzeugparameter wie Gewicht und Achsen einsehen.

Ergänzend bündeln Flottenplattformen das Mautmanagement in Dashboards als zentrale Managementoberfläche, inklusive Statusübersichten sowie Bestell- und Serviceprozessen. Das erleichtert die Koordination in der Übergangsphase und unterstützt eine planbare Umrüststrategie.

Shell ist Partner für Logistikunternehmen und bietet mit digitalen Services wie dem Shell Fleet Hub und dem OBU Health Status Unterstützung von der Bestandsaufnahme über die Umrüstplanung bis zur laufenden Kontrolle. 

„Aktuell besteht für viele unserer Kunden noch kein unmittelbarer Handlungsdruck. Unternehmen, deren Flotten noch mit 2G-basierten OBUs unterwegs sind, erhalten nicht automatisch neue 4G-Boxen. Entscheidend ist, frühzeitig die Umrüstung so zu planen, dass sie zum Routenprofil und den Einsatzfenstern der Fahrzeuge passt. Da wir mit zwei führenden EETS-Anbietern zusammenarbeiten, können wir unseren Kunden eine Mautlösung anbieten, die am besten zu ihren Anforderungen passt“, erklärt Melanie Falkenstern, Head of Shell Fleet Solutions DACH. 

4 Schritte, mit denen Flotten jetzt und in Zukunft regelkonform bleiben

1. Bestandsaufnahme pro Fahrzeug (nicht pro Firma):

Pro Lkw erfassen, welche OBU verbaut ist, ob sie 2G/4G unterstützt und in welchen Ländern das Fahrzeug eingesetzt wird. 

2. Routen-Check statt Bauchgefühl:

Die gefahrenen Strecken systematisch prüfen, wo Maut anfällt (inkl. Tunnel/Brücken) und welche Technik/OBU dafür jeweils erforderlich ist. 

3. Eine Mautlösung wählen, die zum Unternehmen passt: 

Unternehmen, die die Umstellung in den kommenden Jahren planen, profitieren von modernen Lösungen: Mit einer EETS-Lösung lassen sich Maut- und Tunnelgebühren in mehr als 25 europäischen Ländern bequem, bargeldlos und oft mit nur einer einzigen OBU abrechnen.

4. Monitoring etablieren, damit der Betrieb stabil bleibt:

Wer OBU-Status, Parameter und Auffälligkeiten laufend überwacht, reduziert Nacharbeit und stellt sicher, dass Konfiguration und Erfassung auch in Übergangsphasen verlässlich funktionieren.