Seit der Markteinführung der ersten Telematiklösungen hat sich einiges geändert. Während frühere Systeme hauptsächlich für eine optimierte Fahrzeugortung eingesetzt wurden, bieten moderne Flottenmanagement-Lösungen weit mehr. Sie ermöglichen die Vernetzung von Fahrzeugen und Systemen und stellen relevante Daten zur Verfügung, die zu jeder Zeit und von jedem Ort aus abgerufen werden können, um so die Flotteneffizienz zu steigern.
Sie ermöglichen es die Position von Fahrzeugen jederzeit zu orten, die optimale Route zu finden, das Fahrverhalten der Fahrer zu evaluieren, den Lieferstatus zu verfolgen, direkt mit dem Fahrer zu kommunizieren, Fahrdatenschreiberdaten zu verwalten, Geschäftsprozesse zu managen und vieles mehr. Doch nicht jeder braucht auch jede Funktion. Daher sollten sich Flottenbetreiber vorab genau überlegen, welche Funktionen sie wirklich nutzen wollen.
Grundsätzlich lohnt es sich, in eine modular erweiterbare Lösung zu investieren. Vielleicht sind anfangs nur Funktionen wie Navigation, Ortung und Fahrdatenschreiberdownload wichtig, aber mit wachsender Flotte und Auftragslage können schnell auch andere Funktionen erfolgskritisch werden. Da ist es gut, wenn man einen Anbieter hat, der sein System schnell und unkompliziert erweitern kann.
2) Welche Daten möchten Sie genau analysieren? (Lkw, Anhänger, Fahrer, Ladung, Subunternehmer)
„Ursprünglich sind Telematiksysteme für die Zugmaschine entwickelt worden, da hier das größte Potenzial für Kraftstoffersparnis durch beispielsweise zielgerichtete Fahrertrainings liegt. Heute geht es um umfassende Transportmanagementlösungen, die Daten aus der gesamten Fahrzeugkombination auswerten können“, sagt Peter Bal, „Alle relevanten Informationen zu Zugmaschine, Fahrer, Anhänger und auch Ladungsinformationen können hier in Echtzeit auf einem einzigen Bildschirm gebündelt werden.“
Komplexere Systeme ermöglichen es zudem, bestimmte Daten mit Kollegen oder auch Subunternehmern und Geschäftspartnern zu teilen. So können beispielsweise die Verwaltung und für die Wartung verantwortlichen Mitarbeiter eines Unternehmens auf alle relevanten technischen Informationen zurückgreifen, die für einen reibungslosen Transportprozess notwendig sind. Die Personalabteilung erhält Einzelheiten über Gehälter und Arbeitszeiten der Fahrer und wird damit maßgeblich bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften unterstützt. Gerade Flotten, die über viele Lkw und Anhänger verfügen und zudem mit einer großen Zahl an Subunternehmern arbeiten, sollten über entsprechend umfangreiche Lösungen nachdenken. Erfahrungsgemäß amortisieren sich die Anschaffungskosten aufgrund sinkender administrativer Kosten und gleichzeitig höherer Flotteneffizienz hier sehr schnell.