Mobilitätswende : GSV und Shell Austria diskutierten Zukunft der Mobilität

Forum zur Mobilitätswende

Nikolaus Somogyi, RBI, Head of Industrials; Susanne Haider, RBI, Industry Lead Mobility; Sabine Hauser, Shell Austria, Geschäftsführung; Rainer Klöpfer, Shell Austria Geschäftsführung; Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur; Valerie Brunner, RBI, Vorstandsmitglied Corporate und Investment Banking; Mario Rohracher, GSV, Generalsekretär

- © Katharina Schiffl

In der Sky Conference der Raiffeisen Bank International trafen sich über 120 Expert:innen aus Politik, Wirtschaft und Forschung, um über die Zukunft der Mobilität zu sprechen. Veranstaltet wurde das Forum von der GSV – Plattform für Mobilität in Kooperation mit Shell Austria. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um alternative Antriebe, Kraftstoffe und die praktische Umsetzung der Klimaneutralität im Verkehr.

Politische Roadmap zur Dekarbonisierung

Ein zentrales Highlight war das einleitende Interview mit Mobilitätsminister Peter Hanke (BMIMI). Er stellte die politischen Rahmenbedingungen für die Dekarbonisierung des Verkehrs vor: „Multimodalität ist einer meiner politischen Schwerpunkte. Nur wenn wir alle Verkehrsträger gemeinsam denken, kann die Mobilitätswende gelingen. Dabei setze ich auch auf Planungssicherheit im Zusammenhang mit dem Aus für Verbrenner im Jahr 2035, um den Umstieg auf emissionsfreien Verkehr voranzutreiben. Zu diesem Zweck haben wir das Programm eMove Austria ins Leben gerufen. Bis einschließlich 2026 investieren wir dafür rund eine halbe Milliarde Euro – im Sinne eines zukunftsfähigen Verkehrs und der Klimaneutralität.“

Beiträge aus Wissenschaft und Praxis

Neben Minister Hanke sprach unter anderem Prof. Uwe Grebe (TU Wien) über die Zukunft von Verbrennungsmotoren und elektrischen Antrieben. In einer Diskussionsrunde gaben Vertreter:innen aus Industrie, Forschung und öffentlichem Verkehr praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen der Mobilitätswende.

Mario Rohracher, Generalsekretär der GSV, betonte die Bedeutung des Dialogs:
„Die Mobilitätswende gelingt nur im Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Dieses Forum zeigt, wie viel Expertise und Engagement bereits vorhanden sind – und wie wichtig es ist, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.“

Industrie und Infrastrukturprojekte

Sabine Hauser, Geschäftsführerin von Shell Austria, hob die Rolle der Industrie hervor:
„Shell setzt auf Technologieoffenheit und Partnerschaften, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Die heutige Veranstaltung hat gezeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten schon sind und wie wichtig es ist, jetzt zusammenzuarbeiten.“

Ein konkretes Praxisbeispiel präsentierte SBRS, ein Unternehmen von Shell. Vorgestellt wurde ein Ladeinfrastrukturprojekt für die Wiener Linien, das den Betrieb emissionsfreier E-Busse im städtischen Raum ermöglichen soll. Geschäftsführer Andreas Stahl erklärte: „Mit unserem Projekt in Wien zeigen wir, wie moderne Ladeinfrastruktur zur Mobilitätswende beitragen kann – effizient und im Einklang mit den Anforderungen des öffentlichen Verkehrs.“