Event : Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie feierte Neuausrichtung mit Branchenevent

v.l.n.r.: WKÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, Armin Springer (Enilive Austria), Hedwig Doloszeski (GF Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie), Martijn van Koten (Obmann Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET), Rainer Klöpfer (Shell)

v.l.n.r.: WKÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, Armin Springer (Enilive Austria), Hedwig Doloszeski (GF Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie), Martijn van Koten (Obmann Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET), Rainer Klöpfer (Shell) 

- © leadersnet.at / V. Greabu

Rund 150 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Einladung des Fachverbands der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK) zum Branchenevent „Gemeinsam Zukunft gestalten“ im TUtheSky in Wien. Anlass war die Neuausrichtung des Verbands sowie der Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Energiewende.

Vom Mineralöl- zum Energieverband

Mit 1. Jänner 2026 firmiert der frühere Fachverband der Mineralölindustrie unter dem neuen Namen Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie. Die Umbenennung wurde durch einen Beschluss im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich ermöglicht und markiert eine strategische Neupositionierung im Zeichen der Transformation der Energiewirtschaft.

Fachverbandsobmann Martijn van Koten betonte in seiner Eröffnungsrede den Wandel der Branche:
„Unsere Mitgliedsunternehmen entwickeln sich zu integrierten Energieproduktions- und Dienstleistungsunternehmen. Sie investieren in Forschung, neue Technologien und Innovation – und tragen Verantwortung für Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele.“

Nach der Begrüßung durch WKÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer sprach Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET) über die Rolle der Branche für den Industriestandort Österreich. Sie hob die Industriestrategie der Bundesregierung hervor, die Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Energiewende zusammendenkt, sowie konkrete Maßnahmen wie die Senkung der Elektrizitätsabgabe, den Industriestrombonus und gezielte Innovationsförderung.

Transformation in der Praxis

In der Keynote „Transformation in der Praxis: unser Weg in die Energiezukunft“ präsentierten Rainer Klöpfer (Shell), Nina Marczell (OMV Downstream) und Armin Springer (Enilive Austria) konkrete Projekte ihrer Unternehmen – darunter E-Mobilität, Biokraftstoffe und Geothermie.

Die von Julia Isabelle Gerber moderierte Podiumsdiskussion widmete sich anschließend den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Transformation. Vertreter:innen aus Industrie und Ministerien diskutierten, wie die Energiewende gemeinsam vorangetrieben und die Branche bestmöglich unterstützt werden kann.

FVEK-Geschäftsführerin Hedwig Doloszeski resümierte:
„Die Branche treibt innovative Lösungen von Geothermie über grünen Wasserstoff bis zu alternativen Kraftstoffen aktiv voran. Gleichzeitig muss die Versorgungssicherheit während der Transformation gewährleistet bleiben. Der intensive Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung ist dafür entscheidend.“