Technologie

ZF und Goodyear kooperieren bei Flotten- und Reifenmanagementlösung

Gemeinsam mit dem Reifenhersteller führt ZF die Flottenmanagementlösungen der Marke Transics und das Reifenportfolio von Goodyear sowie Mobilitätslösungen zusammen.

Um Flotten mit einer integrierten Flotten- und Reifenmanagementlösung auszustatten, werden ZF und Goodyear Echtzeit-Daten nutzen, die durch alle Fabrikate der Auflieger-Bremssysteme (T-EBS) und Reifensensoren erzeugt werden. Damit erhalten Fuhrparkbetreiber und Fahrer nützliche Erkenntnisse und eine breite Palette an intelligenten Funktionen. Diese dienen der Fuhrparkoptimierung, zur Vermeidung von Verkehrsunfällen und somit zur Senkung von ungeplanten Stillstandszeiten der Fahrzeuge. 

"Das System ermöglicht den Flottenbetreibern zusätzlich, die künftigen GSR5-Vorschriften der EU zu erfüllen, nach welchen schwere Nutzfahrzeuge ab Juli 2022 schrittweise mit TPMS ausgestattet werden müssen", sagt Peter Bal, Business Leader – Digital Customer Services (EMEA) von ZFs Commercial Vehicle Control System Division. „Gemeinsam mit ZF gehen wir einen großen Schritt in Richtung verbesserter Fahrergebnisse für Spediteure, Logistikanbieter, Fuhrparkbetreiber und Hersteller,“ fügte Grégory Boucharlat, Vice President, Commercial Europe bei Goodyear hinzu. 

Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Fahrzeugsicherheit ermöglicht die vollständig kompatible Lösung Flottenbetreibern und Aufliegerherstellern die Einhaltung der ab Juli 2022 vorgeschriebenen Sicherheitsfunktionen der Allgemeinen Sicherheitsverordnung der EU . Mit einem Überblick über den Betriebszustand von Reifen und Aufliegern sowie einer verbesserten Überwachung der Fahrersicherheit wird die Kooperation signifikant zur Senkung der in der EU jährlich verzeichneten 200.000 Verkehrsunfälle beitragen.

Die umfangreichen Echtzeitdaten, die von den Bordsystemen und Reifen des Anhängers gewonnen werden, ermöglichen es den Flotten, die Fahrzeugnutzung zu optimieren, den Kraftstoffverbrauch zu senken, die CO2-Emissionen zu reduzieren und so eine umweltfreundlichere Mobilität zu unterstützen. Die Partner schätzen, dass die Zusammenarbeit eine Emissionsreduktion von bis zu 2 Tonnen CO2 pro angeschlossenem Anhänger realisieren könnte.

Neben der freien Entscheidung der Kunden, welches der beiden Unternehmen sie als Lieferanten wählen ist auch das Angebot sehr flexibel: Durch das modulare und erweiterbare Gesamtangebot besteht für den Kunden die Möglichkeit, im ersten Schritt nur die notwendigen Funktionalitäten erwerben und dann bei Bedarf nachzurüsten. Zur Vereinfachung der Implementierung von Betriebsmanagementsystemen für Flotten wird ein umfassender, integrierter Datensatz ohne die Komplexität von heterogenen Lieferantensystemen bereitgestellt und die Installationszeiten deutlich verkürzt.