Klimapolitik

Zentralverband Spedition & Logistik äußert sich zum Mobilitätsplan 2030

Für den Zentralverband sind konkrete Maßnahmen zur CO2-Einsparung ausständig. Zudem sieht sich die Branche zu wenig in den Dialog eingebunden.

Der von Verkehrsministerin Gewessler präsentierte Mobilitätsmasterplan "2030", soll die Grundlage für die Erreichung der Klimaneutralität in Österreich, im Sektor Verkehr bieten. Ein großer Bereich des 68 Seiten umfassenden Masterplans beschäftigt sich mit dem Güterverkehr und wie dieser CO2-Neutral werden kann.

„Bedauerlich ist, dass man die Logistik- und Transportbranche bisher nicht in die Erarbeitung des Masterplans eingebunden hat. Das sehe ich kritisch, da etwa ein Verbot für Diesel-Lkw 2030 unter 18 Tonnen und 2035 für alle Diesel-Lkw eine Herkulesaufgabe darstellt, jedoch keine adäquaten Alternativen angeboten oder diskutiert werden“, kritisert Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbandes Spedition & Logistik.

Die Ankündigung von Verkehrsministerin Gewessler, den auch im Regierungsprogramm vorgesehenen „Masterplan Güterverehr“ mit konkreten Maßnahmen gemeinsam mit den Stakeholdern aufzusetzen, sei grundsätzlich zu begrüßen, allerdings würde der Mobilitätsmasterplan und die sehr kurze Zeitspanne bis 2030 immer weniger Spielraum für sinnvolle Maßnahmen bieten.

Friesz ergänzt: „Wir halten unsere Hand seit Beginn der Legislaturperiode ausgestreckt und haben auch längst Vorschläge zur Dekarbonisierung des Güterverkehrs wissenschaftlich erarbeiten lassen und präsentiert. Bisher hat man Branchenvorschläge nicht aufgenommen. In Deutschland gibt es für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs eine konkrete Roadmap, die gemeinsam mit den Interessensverbänden erarbeitet wurde“.