E-Mobilität

Wie e.Go Mobile die Reichweite seiner Elektrokleinbusse steigern will

Mithilfe eines Entwicklungspartners soll ein hochwertiges und zugleich preiswertes Brennstoffzellensystem "Made in Germany" entstehen.

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Tech-Unternehmen e.GO Mobile aus Aachen und das auf Brennstoffzellensysteme spezialisierte Unternehmen Proton Motor Fuel Cell mit Sitz in Puchheim wollen einen kompakten „Range Extender“ für serielle Plug-in Hybridfahrzeuge entwickeln. Der großserientaugliche Reichweitenverlängerer soll 22 bis 30 kW leisten und in Hybridfahrzeuge und Elektrokleinbusse wie den e.GO Mover verbaut werden. Die Lösung, bei der mit Wasserstoff Energie für den E-Antrieb erzeugt wird, soll ab 2021 auch anderen Autobauern und Umrüstern angeboten werden.

“Das Besondere an dem von e.GO und Proton Motor entwickelten Range Extender ist, dass die Brennstoffzelle nur auf den durchschnittlichen Energiebedarf betriebspunktstationär ausgelegt wird und nicht den E-Motor direkt antreibt, sondern die Batterie auflädt. Dadurch ist es wesentlich leichter, das System nach allen Regeln der Kunst zu industrialisieren”, erklärt Günther Schuh, Chef und Gründer von e.GO Mobile.

Das neue, eigenentwickelte Brennstoffzellensystem von e.GO soll zuerst als Range Extender in dem Elektrokleinbus e.GO Mover zum Einsatz kommen. Ein erster Erprobungsträger wird derzeit aufgebaut. Ziel sei es, ab 2021 bis zu 15.000 e.GO Mover jährlich mit dem Brennstoffzellen Range Extender auszurüsten.

„Die Kombination aus der Industrialisierungskompetenz von e.GO und dem Technologie-Know-how von Proton Motor ermöglicht es uns, gemeinsam ein hochwertiges und zugleich kostengünstiges Brennstoffzellensystem Made in Germany anzubieten“, erklärt Faiz Francois Nahab, Chef und Gründer von Proton Motor Fuel Cell Systems.

Zur begleitenden Forschung zu den Kostensenkungs- und Skalierungspotentialen der Technologie wird auf dem RWTH Aachen Campus das Center “Industrialisierung Brennstoffzelle” unter Leitung des Fraunhofer IPT gegründet.

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