TRANSPORTWESEN

Weniger Transportaufkommen auf Schiene, mehr auf Straße

Das Transportaufkommen auf Schiene sank im Vorjahr, im Straßengüterverkehr stieg es hingegen. Ungebrochener Spitzenreiter bei den Transporten bleibt die Gütergruppe Steine, Erden und Baustoffe.

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Die Zahlen der Statistik Austria sprechen für sich: Das Transportaufkommen auf Schiene sank im Vorjahr um 2,1 Prozent, im Straßengüterverkehr stieg es hingegen um 1,7 Prozent. Die Zunahme des Transportaufkommens auf Straße entspricht 6,5 Millionen Tonnen gegenüber dem Jahr 2017. Im Inlandverkehr erhöhte sich das Transportaufkommen 2018 um 2,0 Prozent beziehungsweise 7,3 Millionen Tonnen auf 367,6 Millionen Tonnen. Somit wurde im Jahr 2018 ein Anteil von 93,5 Prozent (2017: 93,1%) der gesamten durch österreichische Unternehmen beförderten Tonnage ausschließlich im Inlandverkehr befördert, wovon wiederum 312 Millionen Tonnen (Anteil: 84,9%; +2,5%) auf einer Wegstrecke von bis zu 80 Kilometern transportiert wurden. Die Transportleistung österreichischer Unternehmen stieg im Inland um 1,1 Prozent auf 18,6 Milliarden Tonnenkilometer, verringerte sich außerhalb Österreichs jedoch um 5,4 Prozent auf 7,2 Milliarden Tonnenkilometer. Die Inlandstrecke machte somit einen Anteil von 72,2 Prozent aus. In den mengenmäßig weniger bedeutenden Verkehrsbereichen wurden fast überall Abnahmen beobachtet.

Weniger Transportaufkommen im Ausland 

Im grenzüberschreitenden Empfang lag das Transportaufkommen mit 10,3 Millionen Tonnen um 3,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau 2017. Der grenzüberschreitende Versand verringerte sich um 2,4 Prozent auf 10,6 Millionen Tonnen und im Transitverkehr kam es zu einer Abnahme um 17,4 Prozent auf 1,0 Millionen Tonnen. Eine geringe Transportsteigerung wurde für den sonstigen Auslandsverkehr mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen ausgewiesen. Das Transportaufkommen der fuhrgewerblichen Unternehmen lag 2018 bei 218 Millionen Tonnen, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 2,7 Prozent beziehungsweise 5,8 Millionen Tonnen entspricht. Im Werkverkehr fiel der Beförderungszuwachs mit 0,4 Prozent beziehungsweise 0,6 Millionen Tonnen auf 175,3 Millionen Tonnen vergleichsweise gering aus. Auf die fuhrgewerblichen Unternehmen entfielen somit 55,4 Prozent und auf den Werkverkehr 44,6 Prozent der Gesamttonnage des Jahres 2018. 

Mehr als die Hälfte: Steine, Erden und Baustoffe

Mit einem Anteil von 53,1 Prozent (209,0 Mio. t) an der Gesamtmenge aller transportierten Güter war die Gütergruppe "Steine, Erden und Baustoffe" wie schon in den Vorjahren die bedeutendste der 2018 im Straßengüterverkehr transportierten Güterarten, gefolgt von den Gütergruppen "Fahrzeuge, Maschinen, sonstige Halb- und Fertigwaren sowie besondere Transportgüter" (Anteil: 20,9%; 82,4 Mio. t) und "Land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse und lebende Tiere" (Anteil: 11,3%; 44,3 Mio. t). Die Gütergruppe "Andere Nahrungs- und Futtermittel" kam 2018 mit 28,6 Mio. t auf einen Anteil von 7,3 Prozent, die Beförderungsmenge von Gütern der Gruppe "Erdöl, Mineralölerzeugnisse" lag bei 10,0 Millionen Tonnen. 

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