ANTRIEBSENERGIE

Welche Batterien im neuen elektrischen Mercedes-Bus verbaut sein werden

Wie TRAKTUELL berichtete, soll die kürzlich von Mercedes-Benz enthüllte elektrische Omnibusversion des Citaro „E-CELL“ bereits Ende 2018 in Serienproduktion gehen. Welcher Hersteller das Batteriesystem bereitstellen wird, lesen Sie hier.

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Im Doppelpack: Akasol liefert die Batteriezelle für den E-Cell - inklusive mehrstufigem Kurzschlussschutz und Flüssigkühlung.

Der Batteriehersteller des elektrischen Citybusses E-Cell ist nun bekannt. Die Daimler-Tochter EvoBus hat sich für den Darmstädter Mittelständer Akasol entschieden: „Wir arbeiten an dieser Stelle mit den Spezialisten von Akasol zusammen. Sie fertigen für uns nach gemeinsam entwickelten Vorstellungen Batterien mit Zellen von Samsung“, bestätigt Gustav Tuschen, Entwicklungsleiter Daimler Buses.

Nach eigenen Angaben entwickelt und vertreibt Akasol seit Jahren unterschiedliche Batteriesysteme in kleineren Stückzahlen für den Einsatz in Elektro- und Hybridbussen. Die Batteriesystemfabrik für Nutzfahrzeuge befindet sich im hessischen Langen und soll eine jährliche Kapazität von 300 Megawattstunden besitzen.

Bereits seit 2015 laufen Entwicklung, Tests und Validierung der Batteriepakete vom Typ Akasystem OEM für EvoBus. Nach Angaben von Akasol sind die Akkusysteme im elektrischen Citaro schnellladefähig, im Stande eine Reichweite von bis zu 150 km zu gewährleisten und versorgen Zusatzverbraucher wie Klimaanlage und Bordnetz mit. Sechs bis zehn Batteriepakete werden pro Fahrzeug montiert – und zwar auf dem Dach beziehungsweise im Heck, wo sich früher der Dieselmotor befand.

Die Energie für die radnabennahen Motoren des E-Cell liefert der Batterietyp "Akasystem OEM", eine Gesamtkapazität des E-Stadtbusses von bis zu 243 kWh sei damit möglich. „Die Batterien werden in einem Bereich von etwa 25 Grad temperiert. Hiervon erwarten wir maximale Ladefähigkeit, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer“, erläutert Tuschen.

Das Batteriesystem basiert dabei laut Herstellerangaben auf einer speziellen Wasserkühlung. „Sowohl bei Wintertests im Norden Schwedens bei klirrender Kälte als auch bei Sommerfahrten in der trockenen Hitze der südspanischen Wüste Sierra Nevada konnte die effektive Funktion der Temperierung nachgewiesen werden“, berichtet Sven Schulz, Geschäftsführer von Akasol. In den kommenden Jahren soll die Reichweite des E-Citaro kontinuierlich durch die Weiterentwicklung der Batterietechnologie ausgebaut werden.

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