Corona-Krise

Volvo: Schwere Einbrüche im zweiten Quartal

Mit starken Umsatz- und Auftragseinbrüchen muss sich der schwedische Fahrzeugbauer Volvo derzeit befassen. Zwischen April und Ende Juni hat das Unternehmen 57 Prozent weniger Lkw ausgeliefert.

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Schwere Einbrüche verursachte die Corona-Krise bei Volvo. 

Der schwedische Nutzfahrzeugbauer Volvo hat im zweiten Quartal schwer unter der Coronavirus-Pandemie gelitten. Der Umsatz brach um gut 39 Prozent auf 73,2 Milliarden schwedische Kronen (7,1 Mrd. Euro) ein, wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte.

Volvo hat zwischen April und Ende Juni 57 Prozent weniger Lkw ausgeliefert, und auch bei Baumaschinen und Bussen machte sich die Viruskrise deutlich bemerkbar, wie Vorstandschef Martin Lundstedt sagte.

Auch weil das Unternehmen für die weitere Streichung von 4.100 Stellen viel Geld in die Hand nahm, stand unter dem Strich für die Aktionäre ein Verlust von 282 Mio. Kronen - nach einem Gewinn von 11,1 Mrd. Kronen ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vorjahr hatte der Konzern die Zahl von Mitarbeitern und Beratern bereits um 10.000 reduziert.

Bereinigt um Sonderposten wie 3,2 Mrd. Kronen für das Sparprogramm erzielte Volvo jedoch noch einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 3,27 Mrd. Kronen. Der große Rivale Daimler hatte am Vorabend in der Truck- und Bussparte einen bereinigten operativen Verlust von 747 Mio. Euro angekündigt.

Die Aussichten für die Branche bleiben zunächst düster. Bereits vor Corona zeichnete sich für die konjunktursensible und stark zyklische Industrie ein deutlicher Abschwung ab. Die Lkw-Bestellungen bei Volvo fielen im Quartal um 45 Prozent auf 26.507 Stück. Zwar hätten sich die Auftragseingänge schrittweise mit dem Ende von Beschränkungen erholt, sagte Lundstedt. Doch nach wie vor gebe es bedeutende Unsicherheiten rund um die künftige wirtschaftliche Entwicklung und die Nachfrage nach den eigenen Produkten. (apa/red)