Corona-Krise

Volvo macht Marktsituation zu schaffen - Tausende Arbeitsplätze betroffen

Die geringe Nachfrage nach schweren Nutzfahrzeugen zieht einen Stellenabbau beim schwedischen Lkw-Hersteller nach sich.

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo baut im Zuge der Coronakrise weltweit rund 4.100 Arbeitsplätze ab. Die Pandemie und die in aller Welt ergriffenen Corona-Maßnahmen hätten zu einer Marktsituation geführt, die die Nutzfahrzeugbranche hart treffe, erklärte der Chef der Volvo-Gruppe, Martin Lundstedt, am Dienstag.

Man rechne kurz- bis mittelfristig mit einer weiterhin geringeren Nachfrage und müsse sich dementsprechend aufstellen. Gleichzeitig wolle man sich stärker auf neue Technologien und Geschäftsmodelle fokussieren. Volvo will deshalb bereits im zweiten Halbjahr 2020 die Mitarbeiterzahl um 4.100 reduzieren, darunter etwa 1.250 auf dem Heimatmarkt Schweden. Rund 15 Prozent der betroffenen Stellen sollen diejenigen von Beratern sein. Ohne die gewährte staatliche Unterstützung würde die Zahl der abgebauten Stellen noch höher liegen.

Die im schwedischen Göteborg ansässige Volvo-Gruppe hat weltweit rund 104.000 Mitarbeiter und ist auf mehr als 190 Märkten aktiv. Der Konzern, der seit vielen Jahren vom Autobauer Volvo Cars getrennt ist, musste bereits vor der Coronakrise mit sinkenden Auftragszahlen auf den wichtigsten Lkw-Märkten fertig werden.

(apa/red)