Wirtschaft

Volvo Group sichert sich Mehrheit an Schweizer Unternehmen Designwerk

Designwerk aus Winterthur arbeitet seit Jahren mit der Volvo Trucks Schweiz zusammen. Volvo wird nun zum Hauptinvestor und sichert sich 60 Prozent an Designwerk. Das Schweizer Unternehmen soll nach einem "Push-Pull"-Prinzip Nischenlösungen für alle Marken der Volvo Group entwickeln. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

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Bei Designwerk im Schweizer Winterthur arbeiten aktuell rund 100 Personen im Bereich Entwicklung und Produktion. 

Die Designwerk Group soll weiterhin einen eigenständigen Entwicklungs- und Produktionsbereich behalten. Die Aufgabe von Designwerk bleibt die Elektrifizierung von Volvo-Lkw-Chassis. Durch die Sicherung von 60 Prozent der Aktien der Designwerk Group, will Volvo die Entwicklung Produktion von Nischenprodukten in kleinen Stückzahlen besser unterstützen. Designwerk führt die Marke "Futuricum", die sich auf die Elektrifizierung der Volvo-Sattelzugmaschinen spezialisiert hat. Die Futuricum-Fahrzeuge verwenden Batteriesysteme aus eigener Herstellung, die E-Motoren für den Antrieb kommen ebenfalls von der Designwerk Group. Die wohl größte Neuerung nach der Mehrheitsübernahme: Das Schweizer Unternehmen soll nach einem "Push-Pull"-Prinzip Nischenlösungen für alle Marken der Volvo Group entwickeln. 

„Die Designwerk Group verfügt über grosse Kompetenz in der Elektromobilität, wobei sie sich auf die Entwicklung, die Prototypenfertigung und die Produktion von Nischenprodukten in kleinen Stückzahlen im gesamten Bereich der industriellen Elektromobilität konzentriert, womit sie das Angebot der Volvo Group bestens ergänzt", sagt Lars Stenqvist, Chief Technology Officer der Volvo Group. Diese Investition unterstütze den Übergang der Volvo Group zu klimaneutralen Transportlösungen in allen Segmenten, so Stenqvist. Designwerk soll die Eigenständigkeit behalten und als solches tätig bleiben. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden

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