Weltmeister

Video vom Leser-Testtag mit dem neuen Scania 770 S

Der erste Leser-Testtag des Magazins TRAKTUELL mit freundlicher Unterstützung von Scania war ein voller Erfolg: Drei sichtlich begeisterte Teilnehmer konnten die Leistung des brandneuen Scania 770 S – dem stärksten Serientruck der Welt – auf der äußerst hügeligen A 21 selbst „erfahren“.

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Der Scania 770 S an der Raststation Guntramsdorf

Der erste Leser-Testtag mit dem neuen Scania 770 S war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer hatten sichtlich ihren Spaß – Nach der Testfahrt zeichnete sich jedenfalls bei allen ein breites Grinsen ab! Danke unseren Lesern fürs Mitmachen und Dabeisein oder auch nur fürs „zufällig“ Vorbeischauen und Plaudern an der Raststation. Wir wünschen weiterhin allseits eine gute Fahrt! Gerade in Zeiten von Brexit, Pandemiemaßnahmen und verschärften Grenzkontrollen ist der Fahrerberuf heute schließlich herausfordernder denn je! Und dabei können Lkw-Lenker angesichts der Corona-Situation noch nicht einmal an der Raststation Essen gehen – Take-Away an der Tankstelle, mehr ist momentan angesichts der Corona-Maßnahmen nicht drin, wie wir selbst feststellen mussten. Trotzdem bleiben wir weiter optimistisch und verneigen uns vor jenen, die die Lieferketten aufrechterhalten und dabei den widrigen Umständen im Güterverkehr tagtäglich trotzen – Hut ab!

https://youtu.be/7NZ4GuM_ojk

Mit voller Leistung durch die Alpen

770 PS, 8 Zylinder, 3.700 Newtonmeter Drehmoment – Die Leistungsdaten des neuen Scania 770 S sind schlicht beeindruckend. Die Schweden kommen diesmal mit einem Gliederzug zum Fernverkehrstest. Das ist zwar ungewöhnlich, aber nicht weiter schlimm: Einen neuen Verbrauchsrekord erwarten wir ohnehin nicht auf unserer 355 Kilometer langen Testrunde. Dafür genießen wir die Leistung in vollen Zügen. Mit durchschnittlich 83 Stundenkilometern brausen wir durch die Alpen, von Niederösterreich über die Semmering-Schnellstraße nach Graz und über die Südautobahn wieder zurück. Das Tempo ist beachtlich, angesichts zahlreicher Baustellen und der Verwendung des GPS-Tempomaten bei einer gesetzten Marschgeschwindigkeit von 85 km/h. Der Verbrauch auf unserer Strecke lag, laut Bordcomputer, bei 30,9-Litern mit voller Auslastung. Durch Betankung validieren konnten wir das Ergebnis nicht, da unserem Testfahrzeug ein Messtank fehlte. Angesichts der mangelnden Vergleichbarkeit zwischen dem Hängerzug und den sonst auf unserer Strecke getesteten Sattelzugkombinationen ist das aber nebensächlich.

Die folgende Kernaussage unseres Tests ist in jedem Fall zulässig: Der Scania 770 S verfügt über beeindruckende Leistungsreserven und ist trotzdem kein Dieselfresser. Die steilste Stelle am Semmering passieren wir mit 71 km/h im 11. Gang. Zum Vergleich: mit dem Scania 650 waren es zuletzt 64 km/h im 10. Gang. Bei Fahrzeugen der 500-PS-Klasse sind wir dort üblicherweise nur mehr mit rund 50 km/h unterwegs.

Ob man so viel Leistung braucht, ist eine andere Frage – die muss jeder Unternehmer für sich beantworten. Für den klassischen Fernverkehr wäre das wohl übertrieben. Andererseits: viele Fahrer wären glücklich, mit diesem Boliden unterwegs zu sein. Angesichts des sich verschärfenden Mangels an Berufskraftfahrern, könnten sich Unternehmen somit einen gewissen Vorteil bei der Personalsuche verschaffen. Meinhart Kabel Österreich aus Sankt Florian bei Linz ist über viele Jahre mit einer derartigen Strategie und folglich auch entsprechend motorisierten Lkw gefahren. Und dann gibt es ja immer noch Anwendungen, bei denen eine hohe Leistung schlicht unverzichtbar ist.

Fazit: Der Scania 770 S wird wohl nicht das Volumenmodell im Sattelzugsegment, aber das Fahrzeug hat durchaus seien Berechtigung. Die Marke mit dem Greif am Kühlergrill holt sich damit jedenfalls ihre Krone für den stärkster Serientruck der Welt vom südschwedischen Konkurrenten zurück.

Scania, 770, S, Leser-Testtag © Ludwig Fliesser

Transportunternehmer Anton Fasching (links) hatte sichtlich Spaß beim 1. TRAKTUELL-Leser-Testtag. Begleitet wurden die Teilnehmer auf ihrer Tour von Scania Pressetest-Officer René Seckler (rechts)