Mautbefreiung

Transporteure sehen Grazer Deklaration als Chance für Alternativantriebe

Der WKO-Fachverband der Transporteure begrüßt die Schaffung finanzieller Anreize für emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge. Elektro- und LNG-Lkw sollen, wie in Deutschland, von der fahrleistungsabhängigen Maut befreit werden.

Von

Beim informellen Verkehrs- und Umweltministertreffens in Graz sprachen EU-Kommissarin Violeta Bulc, Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz (v.l.) 

Franz Danninger, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), äußerte sich positiv zur „Grazer Deklaration“, die letzte Woche beim Informellen Verkehrs- und Umweltgipfel in Graz vorgestellt worden ist. „Wir begrüßen die Ankündigung im Rahmen der „Grazer Deklaration“, finanzielle Anreizsysteme zu schaffen, um emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge schneller in den Markt einzuführen. Dies sehen wir als Chance für Lkw mit Alternativantrieben“, so Danninger. „Als Transporteure bekennen wir uns zu einer sauberen und umweltfreundlichen Mobilität. Dies beweisen wir, indem wir in die modernste Euro-6-Fahrzeugtechnologie investieren, aber auch Angebote des kombinierten Verkehrs nutzen, um Transportwege optimal zu gestalten“, ergänzt der Obmann.

Mautbefreiung wie in Deutschland gefordert

Danninger sieht die Politik gefordert, um entsprechende finanzielle Anreize für den Umstieg auf alternative Antriebsarten zu schaffen. „Gerade die Ankündigung im Rahmen der Deklaration, wonach emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge finanziell in der Anschaffung gefördert werden sollen, nehmen wir gerne für den Straßengütertransport auf."  Wir schlagen der Politik daher vor, dass Lkw mit Alternativantrieben wie zum Beispiel E-Lkw oder mit Flüssiggas betriebene Lkw (LNG) von der fahrleistungsabhängigen Maut in Österreich befreit werden", formuliert Danninger die Forderung. "In Deutschland hat man mit der jüngsten Entscheidung zur Mautbefreiung solcher Fahrzeuge bewusst einen Schritt in diese Richtung gesetzt. Diesen sinnvollen Weg kann man auch in Österreich entsprechend nachgehen“, appelliert der Obmann an die Politik, entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen.

Folgen Sie dem Autor auf: @lukasklamert