Warenauszustellung

Traditionsbetrieb liefert mit Stern

Die Salzachmühle versorgt Bäcker und Handelshäuser mit hochwertigem Mehl aus eigener Produktion. Die Auslieferung erfolgt mit vier Mercedes-Lkw des Typs Actros und Antos, den Service der Fahrzeuge übernimmt Pappas Eugendorf.

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Salzachmühle Pappas Mercedes-Benz Schwere Klasse

Josef Moser, Geschäftsführer der Stifts- und Salzachmühle (mitte) mit DWI (FH) Alois Deisl und Walter Mackinger, Lkw-Verkauf Pappas Eugendorf, vor dem neuen Antos 2540 L

Die Geschichte der Salzachmühle, die sich im Herzen der Landeshauptstadt Salzburg befindet, reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die im Eigentum des Benediktiner-Stifts St. Peter befindliche Mühle produziert hochwertiges Roggen und Weizenmehl, bis zu 75 Tonnen pro Tag. Jährlich werden rund 8.000 t Getreide aus österreichischem Anbau verarbeitet. 2.500 Tonnen Getreide und 400 Tonnen Mehl sind permanent in einem Silo gelagert und werden mittels Lkw an Bäcker und Händler ausgeliefert.

© Ludwig Fliesser

Die Salzachmühle im Herzen der Stadt Salzburg

Bis zu 18 Mahldurchgänge durchläuft das Korn bis zum fertigen Mehl. Damit die Sortenreinheit zu 100 Prozent garantiert ist, gibt es eigene Mühlen für Roggen- und Weizen. Zudem werden die Körner vor der Vermahlung von einem automatischen Echtfarbsortierer einzeln überprüft. „Das ist die erste derartige Anlage in einer österreichischen Mühle“, erklärt uns Josef Moser, Geschäftsführer der Stifts- und Salzachmühle stolz. Im Gegensatz zu anderen Sortierern kann die Maschine die Einzelkörner nicht nur nach hell-dunkel unterscheiden sondern erkennt alle Farben. Dabei fällt das Getreide in einem dichten „Körnervorhang“ vor einem Spektrometer herunter, das farbliche Abweichungen erkennt und Körner der falschen Sorte, ebenso wie verdorbenes Getreide, mittels Druckluft „herausschießt“ – bis zu 13.500 einzelne Körner pro Minute werden auf diese Weise zuverlässig aus dem Prozess ausgeschieden.

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Josef Moser zeigt uns, worauf es bei der Produktion hochwertigen Mehls ankommt

Damit auch das fertige Mehl den hohen Qualitätsvorgaben entspricht, wird die Qualität jeder Charge im hauseigenen Labor überprüft. Dabei werden nicht nur lebensmittelchemische Untersuchungen durchgeführt, sondern auch die Qualität des gemahlenen Produkts hinsichtlich dessen Weiterverarbeitung in der Bäckerei kontrolliert. Dazu werden Mehlstichproben im Labor zu Teig verarbeitet und dessen physikalisch Eigenschaften wie die Elastizität und Zugfestigkeit getestet. Die Erzeugung des Rohstoffs für hochwertige Backwaren erfordert also einiges an Hingabe und Knowhow – so viel ist beim Besuch in der Salzachmühle klar geworden!

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Verkleideter Spezialaufbau mit einem Silotank im vorderen Bereich und einem Frachtkoffer hinten

Die Zustellung des Mehls der eigenen Marke „Salzach Gold“ übernimmt die Salzachmühle selbst. Dazu setzt man bereits seit vielen Jahrzehnten auf Fahrzeuge der Marke Mercedes. Die Klostermühle betreibt insgesamt vier Lkw, jeweils zwei Mercedes Actros und Antos. Das Mehl wird lose, in Säcken oder in Kleinmengen verpackt vom bayrischen Raum bis nach Südtirol an Bäcker und Handelsketten geliefert. Der überwiegende Absatz erfolgt allerdings regional im Raum Salzburg. „Wir haben eine Kilometerleistung von maximal 600.000 Kilometern pro Fahrzeug in zehn Jahren“, sagt Moser. Erst letzten Dezember hat er wieder einen neuen Dreiachser vom Typ Antos 2540 mit Spezialaufbau der Firma Tropper bei Pappas Eugendorf erstanden. Reparatur und Service aller Fahrzeuge werden ebenfalls in der Werkstatt von Pappas durchgeführt. Die Lkw sind zwischen acht und zehn Jahre lang im Einsatz, denn „der Aufbau ist teurer, als das Fahrzeug selbst“, erklärt uns der Geschäftsführer. Das trifft insbesondere auf zwei der Silofahrzeuge zu, die heckseitig zusätzlich mit einem kleinen Koffer mit Ladebordwand für Palettenware ausgestattet sind. Mit diesem Laderaum und drei unterschiedlichen Silokammern lässt sich eine große Varianz an Produkten in einem einzigen Fahrzeug transportieren und so die Tourenplanung entsprechend optimieren.

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Die hohe Qualität des fertigen Mehls wird hier von Laborantin Lyudmyla Fanninger überprüft