Transit

Tiroler Fahrverbote: EU-Kommission pocht auf gemeinsame Gespräche

Ein Expertentreffen am Nachmittag in Brüssel soll geeignete Lösungen hervorbringen. Mit einem Durchbruch in dieser Angelegenheit ist aber nicht zu rechnen.

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Im Streit um die Lkw-Blockabfertigung in Tirol hat die EU-Kommission erneut Österreich, Deutschland und Italien zu einer gemeinsamen Lösung aufgerufen. Vor einem Expertentreffen mit Vertretern dieser drei Länder in Brüssel betonte eine EU-Kommissionssprecherin am Montag in Brüssel: "Der Straßenverkehr entlang des Brenner-Korridors ist eine regionale Herausforderung."

Die Lage müsse gemeinsam von den Mitgliedstaaten in der Region bewältigt werden, sagte die Sprecherin weiter. Dies erfordere einen direkten Kontakt zwischen Italien, Deutschland und Österreich "im Geiste gut nachbarschaftlicher Beziehungen". Diskussionen mit allen beteiligten Seiten würden andauern, um geeignete Lösungen zu finden.

Das Treffen der Experten in Brüssel ist von 14.30 bis 16.30 Uhr in Brüssel angesetzt. Dem Vernehmen nach wird noch kein Durchbruch erwartet. Die zuständige EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc dringt auf eine einvernehmliche Lösung. Sie nimmt an dem Treffen am heutigen Montag aber nicht teil. Deutschland und Italien haben auch gegen die Sperrung von Nebenstraßen für Durchreisende in Österreich protestiert.

(APA/red)