Straßengüterverkehr

Tirol: Ohne negativen Covid-19-Test keine Einreise nach Deutschland (Letztes Update: 1. März)

Der Corona-Ausnahmezustand in Tirol sorgt für ungewöhnliche Maßnahmen auf deutscher Seite: Jeder Lkw-Fahrer der durch Tirol nach Deutschland einreist muss über einen negativen Corona-Test verfügen. Dieser darf bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Zudem ist eine Registrierung erforderlich.

Aufgrund der hohen Infektionszahlen wurde Tirol von den deutschen Behörden als „Covid-Hochrisikogebiet“ eingestuft. Jeder, der durch Tirol nach Deutschland einreist muss über einen negativen Covid-Test (Antigen-Schnelltest mit Abstrich) verfügen, der bei Einreise nicht älter als 48 Stunden ist. Das gilt auch für Lastwagenfahrer. Zudem muss sich jeder Lkw-Fahrer vor Einreise nach Deutschland online auf der folgenden Webseite www.einreiseanmeldung.de  anmelden. 

Die Sparte Transport und Verkehr in der Tiroler Wirtschaftskammer meldet: "Die Brennerautobahn A22 ist seit 15. Februar 2021, 03:00 Uhr für den Schwerverkehr von Verona in Richtung Norden für den Verkehr mit Ziel in Deutschland oder einem über Deutschland erreichbaren Land gesperrt. Nur diejenigen, die einen negativen Covid-Test (Antigen-Schnelltest oder PCR) vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist, dürfen in Fahrtrichtung Brenner weiterfahren. Der restliche Verkehr wird nach Tarvisio umgeleitet.

Fahrten aus Italien mit dem Ziel Nordtirol sind davon ausgenommen, die Testpflicht betrifft lediglich den Transit nach Deutschland im Falle der Durchreise durch Tirol.

+++++ Update ++++

Wie die italienische Regierung mitteilt, hat Italien mit dem Aufbau von Corona-Testzentren für Lkw-Fahrer begonnen, die von Italien über Österreich nach Deutschland fahren wollen. Das erste italienische Testzentrum soll an dem im Aufbau befindlichen "Difesa Drive Through" in der Nähe des Brenner-Passes errichtet werden. Weitere Teststellen sollen später je nach der weiteren Entwicklung der Situation aufgebaut werden.

+++ update 16.2. +++

Laut Informationen des AußenwirtschaftsCenters Berlin der WKO (Stand 16.02.2021 - 10:00 Uhr) ist bei reinem Transit über das Deutsche Eck der Güterverkehr von der Melde- und Testpflicht ausgenommen. Details dazu finden lesen Sie hier >>

+++ update 19.2. +++

Deutschland akzeptiert nun auch Tests in italienischer Sprache, um nach Deutschland einreisen zu können (neben Bescheinigungen in Deutsch, Englisch oder Französisch).
Die österreichischen Gesundheitsbehörden und die Polizei an den Grenzübergangsstellen wurden bereits informiert und LKW, die von Italien über Tirol nach Deutschland fahren, wird die Einreise nach Österreich gestattet, wenn sie nach Deutschland einreisen dürfen, d. h. wenn sie ein Testzertifikat in deutscher, englischer, französischer oder italienischer Sprache vorlegen können, wie von der deutschen Regierung gefordert. Österreich verlangt selbst keine Tests für LKW-Fahrer, aber es muss sichergestellt sein, dass der Transit möglich ist.

Neue Teststation für Lkw

Ab Montag, 22.2.2021, wird am Autobahnparkplatz Münster-Nord (Richtungsfahrbahn Innsbruck) eine Covid-Teststation innerhalb der Aktion „Tirol testet – laufend und kostenlos“ speziell für Lkw-Fahrer eingerichtet. Testungen können Montag bis Freitag von 05.00 Uhr bis 19.00 Uhr und Samstag von 05.00 Uhr bis 14.00 Uhr vorgenommen werden. Die Covid-19-Teststation wird vom Ärztezentrum Telfs betreut und wird kapazitätsmäßig an das Verkehrsaufkommen angepasst.

+++ update 22.2. +++

Ab 23.02.2021 sind die in der Raststätte Sadobre in Sterzing angebotenen Corona-Tests kostenpflichtig. Der Test kostet 40,- Euro. Das ärztliche Attest mit dem Ergebnis wird sofort ausgestellt. Das Testzentrum ist 7 Tage die Woche geöffnet, von 05:00 bis 22:00 Uhr.

+++ update 26.2. +++

Laut Aussendung der WKO steht ab Montag, den 1.3.2021 um 05.00 Uhr, eine weitere Covid-19-Teststation zur Verfügung. Sie befindet sich am Parkplatz „Nößlach“ der Brennerautobahn und ist von beiden Fahrtrichtungen anfahrbar. Am österreichischen Abschnitt des Brennerkorridors stehen somit drei Teststationen (Münster, Angath, Nößlach) speziell für Antingen-Testungen für Lkw-Lenker zur Verfügung.

+++ update 1.3. +++

Hacker-Attacke auf digitales Einreiseportal: Laut Informationen des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit gibt es aktuell massive Cyberangriffe auf das Einreiseportal www.einreiseanmeldung.de (DEA). Es werde alles versucht, um das Portal aufrechtzuerhalten. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit der Ersatzmitteilung, Fassungen in einer Vielzahl von Sprachen finden sich hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/merkblatt-dea.html

Zitat aus dem Merkblatt:

„Sollte Ihnen aufgrund fehlender technischer Ausstattung oder aufgrund technischer Störung eine digitale Einreiseanmeldung nicht möglich sein, müssen Sie stattdessen eine Ersatzmitteilung ausfüllen. Bitte entnehmen Sie den Hinweisen in der Ersatzmitteilung, wo Sie diese abzugeben haben (z.B. beim Beförderer oder bei der Deutsche Post E-POST Solutions GmbH, 69990 Mannheim).“

Alternativ wäre für den Fall einer Grenzkontrolle auch die Vorlage bzw. Abgabe bei der kontrollierenden Bundespolizei.
 

Neues Covid-19 Testzentrum auf dem Inntal-Autohof Raubling, direkt an der Inntalautobahn A 93

Auf der deutschen Seite der Inntalautobahn A93 wurde am 01. März 2021 ein neues COVID-19 Testzentrum eröffnet. Das Testzentrum befindet sich, neben der Ausfahrt 57 Reischenhart am Inntaler Autohof Raubling. Die Prüfstelle wurde für Fahrer geöffnet, die in Richtung Österreich/Italien unterwegs sind, falls sie innerhalb von 48 Stunden wieder in Deutschland sind. Auf dem Inntaler Autohof Raubling gibt es eine bestehende Parkkapazität für ca. 100 bis 130 Lkw. Die Schnelltests für Transportarbeiter sind kostenlos.

Lkw-Fahrer benötigen für die Einreise nach Deutschland eine ärztliche Bescheinigung oder ein negatives Covid-Testergebnis, wenn sie sich in den letzten 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet (z.B. Tirol) aufgehalten haben. Der Nachweis muss bereits bei der Einreise vorliegen, der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

(Quelle: Sparte Transport und Verkehr, Tiroler Wirtschaftskammer; Angaben ohne Gewähr, die Situation ändert sich laufend)