Blockabfertigungen

Platter: „Blockabfertigung zeigte volle Wirkung“

Die Tiroler Landesregierung um Landeshauptmann Günther Platter bezeichnete die letzten sieben Blockabfertigungen als gelungene Maßnahme, den Verkehr auf Tirols Autobahnen zu regulieren.

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Zwei Wochen, sieben Blockabfertigungen und kein einziges Mal ist der dosierte Verkehr auf Tirols Autobahnen vollkommen zum Erliegen gekommen und hat die Versorgungssicherheit der Tiroler beeinträchtigt, wie das etwa noch zu Pfingsten des vergangenen Jahres der Fall war, resümiert der amtierende Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, „In den vergangenen zwei Wochen zeigte die Blockabfertigung ihre volle Wirkung. Der Verkehrsfluss entlang der Inntalautobahn wurde aufrechterhalten und die Verkehrs- und Versorgungssicherheit war trotz starken Verkehrsaufkommens durchwegs gegeben.

Dass dies während dieser besonders für einen Verkehrskollaps risikoreichen Tage funktionierte und die Zu- und Abfahrten der Autobahn durchgehend befahrbar waren, zeigt, dass wir mit der Blockabfertigung die richtigen Maßnahmen setzen“, so Platter.  Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) verwies auf die laufende Evaluierung des Sektoralen Lkw-Fahrverbots. Die Ergebnisse würden im Laufe des Juni vorliegen. "Es braucht noch mehr und schärfere Regeln", kündigte sie an. Zudem beschloss Schwarz-Grün verstärkte Kontrollen des Straßengüterverkehrs. So sollen Stichprobenkontrollen zur Vermeidung von Abgasmanipulationen ("AdBlue Manipulationen") erfolgen. Auch die Klein-Lkw unter 3,5 Tonnen sollen mehrfach geprüft werden. Ziel Tirols für den Transitgipfel sei die Durchsetzung der erwähnten Korridormaut

Ankündigung scheint zu wirkt

„In den letzten zwei Wochen hat sich auch gezeigt, dass die Ankündigung zur Blockabfertigung zu Reaktionen bei den Frächtern führt“, verweist Platter darauf, dass Frächter aufgrund potentieller Zeitverluste durch Lkw-Staus teils auch auf andere Routen ausweichen würden. Auch der Leiter der Abteilung Verkehrsrecht des Landes Tirol, Bernhard Knapp, zeigt sich mit den behördlichen Maßnahmen der letzten zwei Wochen zufrieden: „Trotz der vielen Feiertage im Mai und den damit verbundenen starken Reisetagen und geballten Transporttagen ist es gelungen, eine Überbelastung auf unseren Autobahnen zu verhindern. Die Erfahrung der Exekutive bei der Dosierung in Kufstein und der perfekt abgestimmte Einsatz zwischen dem Land Tirol und der Polizei haben für vergleichsweise reibungslose Verkehrsabläufe gesorgt.“

Fokussierung auf Schienengüterverkehr

„Die Ergebnisse der vergangenen zwei Wochen fließen in die Gesamtevaluation ein, auf Basis derer wir weitere Maßnahmen planen und den Dosierkalender im Laufe des weiteren Jahres gestalten. Die Tiroler Landesregierung wird alles daransetzen, den überbordenden Transit zu bekämpfen. Aber es müssen endlich auch Maßnahmen von unseren Partnerregionen umgesetzt werden. Diesbezüglich erwarten wir uns am zwölften Juni beim Verkehrsgipfel in Bozen klare Maßnahmen aus Brüssel, Rom und Berlin“, so Felipe.

Platter macht in Sachen Bekämpfung des Transitverkehrs am Brenner weiter Druck auf Bayern, die nördlichen Zulaufstrecken zum Brennerbasistunel (BBT) in Angriff zu nehmen. „Die sollen gebaut werden. Es gibt entsprechende Verträge, an die man sich zu halten hat“, erklärte Platter bei einer Pressekonferenz nach der Landesregierungsklausur in Innsbruck.

Die Verträge seien abgeschlossen worden, aber „nix ist passiert“, kritisierte der Landeshauptmann den nördlichen Nachbarn scharf. Er gehe aber davon aus, dass Bayern beim kommenden, zweiten Brenner-Transit-Gipfel am zwölften Juni Pläne für die Einschränkung des Transitverkehrs sowie den Bau der Zulaufstrecken vorlegen werde.

Indes machte Platter erneut klar, die begonnenen Lkw-Blockabfertigungen weiter fortführen zu wollen. „Wir wollen auch die Korridormaut von München bis Verona sowie eine Lkw-Obergenze“, so Platter. Es sei das „absolute Ziel“ der schwarz-grünen Landesregierung, den überbordenden Transitverkehr „massiv zu bekämpfen“, denn: „So geht es nicht weiter.“ Zudem soll im Landtag ein Allparteien-Dringlichkeitsantrag beschlossen werden. 

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