Jubiläum

Nützliche Telematik-Einheit vor zehn Jahren eingeführt

Der Nutzfahrzeughersteller Scania nahm bereits zur Jahrhundertwende die Arbeiten an einer kompakten Telematik-Einheit auf. Seit 2009 ist sie fixer Bestandteil im Lkw. Mittlerweile kann sie ihr erstes Jubiläum feiern.

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Vor zehn Jahren hat Scania die Telematik-Einheit "Communicator" eingeführt. Seitdem zählt das Elektro-Bauteil zur Serienausstattung aller Lkw von Scania. Doch für was ist die kleine "Blackbox" eigentlich zuständig? „Der Scania Communicator legt den Grundstein für ein vernetztes Fahrzeug, mit allen Vorteilen die sich daraus für unsere Kunden ergeben“, beschreibt Daniel Koch, Leiter Connected Services bei Scania Deutschland Österreich.

Voraussetzung für zahlreiche Dienste 

„Mit dieser Telematik-Einheit lassen sich die digitalen Fahrinformationen erfassen und weiterverarbeiten." Der Communicator ist Voraussetzung für zahlreiche vernetzte Dienstleistungen und Werkstattservices. Dazu zählen zum Beispiel die Scania Fleet Management Services, die Funktionen der Scania Fleet App und die Scania Tachograph Services. „Auch unsere Fahrtrainings und das Fahrer-Coaching wurden erst mit der Telematik-Einheit so richtig effizient. Auch andere Marken können mit dem Scania Communicator nachgerüstet werden und die Scania-Wartung mit flexiblen Plänen wäre ohne Telematik nicht möglich“, ergänzt Daniel Koch.

Seit der Einführung im Jahr 2009 hat der Communicator das Kundenangebot von Scania verändert. Die Einheit bietet umfassende Funktionsmöglichkeiten, mit denen einzelne Dienste individuell gestaltet werden können, um die verfügbare Betriebszeit und die Kraftstoffeffizienz von Transportdienstleistern zu optimieren. Mittlerweile gibt es weltweit über 400.000 vernetzte Scania Fahrzeuge, deren Zahl stetig steigt. „Für Scania Deutschland Österreich verzeichnen wir mehr als 35.000 vernetzte Fahrzeuge“, so Koch. 

Wachsende Liste vernetzter Dienste

Die Entstehung des Communicators begann bereits 1999 mit der Einführung des Vorläufers Scania Infotronics, der im Stockholmer Stadtteil Kista, dem größten IT-Zentrum Schwedens, entwickelt wurde. Damit war es möglich, sich unabhängig von der IT-Organisation bei Scania zu entwickeln. Aber erst die Einführung der nächsten Gerätegeneration, dem ersten Scania Communicator im Jahr 2009, eröffnete neue Möglichkeiten, um die Kunden von Scania zu erreichen. 2016 wurde eine komplett neue Hardwaregeneration auf den Markt gebracht. Neben der Hard- und Softwareentwicklung, werden die digitalen Dienstleistungen permanent weiterentwickelt mit dem Ziel, die verfügbare Betriebszeit der Fahrzeuge weiter zu erhöhen und die Gesamtbetriebskosten zu senken.

Im Überblick: Von Null auf 400.000 in zehn Jahren

2009

Der Scania Communicator wird in einigen ausgewählten Testmärkten in Europa eingeführt.

2010

Scania macht den Scania Communicator in allen Fahrzeugen zur Serienausstattung.

2011

Die Einführung beginnt in den ersten Märkten in Europa - darunter sind auch Deutschland und Österreich.

2012

Die Scania Fleet App kommt auf den Markt.

2014

Erster großer Meilenstein: 100.000 vernetzte Fahrzeuge weltweit.

2015

Der Communicator wird bei den Swedish Mobile Awards als „Enterprise of the Year“ ausgezeichnet.

2016

Ein weiterer Meilenstein: 200.000 vernetzte Fahrzeuge. Neue Hardwaregeneration des Scania Communicators kommt auf den Markt. Die Telematiklösung Scania Fleet Management und Tachograph Services gewinnt den ersten Deutschen Telematik Preis.

2017

300.000 vernetzte Fahrzeuge. Scania erhält bei den Telematics Update (TU-Automotive) Awards in Detroit (USA) die begehrte Auszeichnung OEM of the Year.

2018

Die Telematiklösung Scania Fleet Management und Tachograph Services gewinnen zum zweiten Mal den Deutschen Telematik Preis.

2019

Mit über 400.000 vernetzten Fahrzeugen ist der Scania Communicator inzwischen in mehr als 60 Märkten erhältlich.

2020

Zehn Jahre Scania Tachograph Services mit Remote Download Funktion in Deutschland und Österreich.