Schwer elektrifiziert

„MegaWATT“ soll mehr E-Lkw auf die Straße bringen

Ein dreijähriges Projekt von Klima- und Energiefonds und BOKU Wien soll ein umfassendes Konzept austüfteln, wie künftig mehr schwere E-Lkw auf Österreichs Straßen rollen könnten.

Mehr Tonnen, mehr Strom: ein neues Forschungsprojekt evaluiert, wie eine neue Infrastruktur für E-LKWs geschaffen werden kann.

Beide Partner sind überzeugt, dass die Umstellung des Schwerverkehrs auf elektrische Flotten eine der zentralen Herausforderungen für eine erfolgreiche Klimawende ist. Das vom Klima- und Energiefonds geförderte und der Universität für Bodenkultur (BOKU) geleitete Forschungsprojekt „MegaWATT“ setzt genau hier an: Bis 2021 sollen mit schweren E-LKW österreichweit nachhaltige Lösungen für einen emissionsneutralen Gütertransport in den Städten erarbeitet werden. Dazu gehören auch eine funktionierende Ladeinfrastruktur und der Aufbau einer E-Logistik-Datenbank. „Bisher mangelte es an Erfahrungen mit 26-Tonnen-Elektrofahrzeugen“, erklärt Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds. „Wir setzen in diesem Projekt bewusst auf praxisbezogene Forschung“, so Vogel.

„Hebelwirkung“ für den Standort Österreich

An MegaWATT beteiligen sich neben den Forschungseinrichtungen der BOKU Wien auch heimische Handels- und Logistikunternehmen, Energieversorger, Netzbetreiber sowie Ladeinfrastrukturanbieter. Gemeinsam wird in den Geschäftsfeldern Filialzustellung, Zustelllogistik, Transport von lokalen Verteilungszentren zu Produktionsstätten, Getränkezustellung und innerbetriebliche Zustellung geforscht. Parallel dazu steht die Entwicklung von Planungswerkzeugen für E-LKW-Flotten und Ladeinfrastruktur mit einem Tagesstromverbrauch von mehreren Megawattstunden am Programm. 

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