Fahrverbote

Maßnahmen in Tirol brachten bisher 3.000 Zurückweisungen

Tirols Landeshauptmann Günther Platter zieht eine erste Bilanz der Fahrverbote an Wochenenden.

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Das Land Tirol hat eine erste Zwischenbilanz über die Fahrverbote an Wochenenden im Sommer auf dem niederrangigen Straßennetz gezogen. Auf den elf Fahrverbots-Teilstrecken im Großraum Innsbruck seien bisher rund 3.000 Fahrzeuge zurückgewiesen worden, teilte das Land am Donnerstag mit. Die Maßnahmen würden laut Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) Wirkung zeigen.

"Seit die Fahrverbote in Kraft sind, kam es beinahe zu keinen Behinderungen auf den Gemeindestraßen, die durch die betroffenen Ortschaften führen", so Platter. Die gewünschten Entwicklungen seien eingetreten, stellte der Landeshauptmann den Fahrverboten ein positives Zeugnis aus. Verstopfte Ortsdurchfahrten, die es selbst Rettungskräften mancherorts nicht mehr möglich machten, zum Einsatzort zu gelangen, gebe es nicht mehr.

"Trotz massivem Verkehrsaufkommen an den Wochenenden konnten die Ortsdurchfahrten staufrei gehalten werden", erklärte Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). Auch die Autofahrer würden sich zum überwiegenden Teil einsichtig zeigen. "Organstrafverfügungen und Anzeigen waren absolute Ausnahmen", berichtete Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion.

Die Maßnahmen sind seit 20. Juni im Großraum Innsbruck in Kraft. Eine Woche später, am 29. Juni, folgten jene im Bezirk Reutte und Kufstein. Kommende Woche gelten die Fahrverbote aufgrund des Feiertages am Donnerstag bereits ab Mittwoch 7.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr. Die Entscheidung des Landes hatten zu heftiger politischer Kritik vor allem aus Deutschland geführt.

(APA/red)