Allrad

Made in Austria: Multifunktionsfahrzeug Syntrac

Ausgerechnet im äußerst schwierigen Jahr 2020 startet ein neuer Hersteller für Kommunalfahrzeuge die Serienproduktion: Die Firma Syntrac aus Bad Goisern in Oberösterreich präsentiert uns ein geländegängiges und hochinnovatives Multifunktions-Fahrzeug.

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Kommunalfahrzeuge Spezialfahrzeuge Winterdienst Syn Trac Allradantrieb

Syntrac mit Schneefräse in Aktion

Der Syntrac sieht vielleicht aus wie ein futuristischer Traktor ist aber viel mehr. Das beginnt beim hydropneumatischen Allrad-Fahrwerkskonzept, das Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h ermöglicht. Der kräftige 420-PS-Motor aus dem Hause Caterpillar ist unten mittig im Fahrzeug verbaut, sorgt für maximal 1.900 Newtonmeter Drehmoment und einen tiefen Schwerpunkt. Dort sitzt auch das eigens entwickelte Getriebe mit stufenlos variabler Übersetzung, von dem jeweils eine Antriebswellen nach vorne und nach hinten abgeht. Über ein Zentralrohr setzt sich der Antriebsstrang zu den hydraulisch gefederten Halbachsen fort. Die Achsen mit Einzelradaufhängung stammen aus dem Hause Tatra, ermöglichen eine hohe Beweglichkeit der einzelnen Räder, einen permanenten Allradantrieb und auch eine Allradlenkung. Die zulässige Achslast liegt bei 10 Tonnen.

© Syn Trac

Syntrac im Hundegang mit Meiller-Kippmuldenanhänger und Geländefahrwerk von Benzberg

Neben der klassischen 4x4-Version sind auch 4x4+2 oder sogar 6x6 Achskonfigurationen möglich. Das einzigartige Fahrwerkskonzept des multifunktionellen Kommunalgeräteträgers ermöglicht Fahrten im schweren Gelände auch mit hohen Geschwindigkeiten. In der klimatisierten und vollverglasten Kabine genießt der Lenker dabei den optimalen Rundumblick, was wesentlich zur Verkehrs- und Betriebssicherheit beiträgt.

Automatisches Docking-System

Richtig innovativ wird es, wenn es um den Gerätewechsel geht. Dieser erfolgt nämlich in wenigen Minuten sowohl vorne als auch hinten über das eigens entwickelte Dockingsystem. Das Besondere daran ist, dass der Fahrer dazu nicht aussteigen muss. Er fährt zunächst so nahe wie möglich an das zu koppelnde Gerät heran. Über die Steuerung des Dockingsystems wird dann direkt vom Fahrersitz aus angekuppelt. Dabei werden alle Anschlüsse automatisch verbunden: sechs doppelwirkende Hydraulikventile, 8 Bar Pneumatik, CAN-Bus und Ethernet sowie optional auch ein ISO-Bus, Power Beyond Anschluss, Elektroanschluss mit 24V/125A und heckseitig auch ein Druckluftbremsanschluss für den Anhängerbetrieb. Über eine Zapfwelle kann die volle Motorleistung sowohl front- als auch heckseitig übertragen werden. 

© Syn Trac

Syntrac im Forsteinsatz