WKOÖ

Logistikstandort Österreich schafft Wiederaufstieg ins internationale Spitzenfeld

Der Logistikstandort Österreich hat sich im aktuellen Logistik Performance Index (LPI) der Weltbank auf Platz 7 verbessert. Nach Platz 22 im Vorjahr bedeutet dies einen signifikanten Sprung im internationalen Ranking der Logistikstandorte von weltweit 160 Ländern.

„Dieses Ranking ist auch ein wichtiger internationaler Indikator für Betriebsansiedlungen und somit besonders bedeutend für Oberösterreich als führendes Export- und Industriebundesland im internationalen Wettbewerb der Standorte“, betont WKOÖ-Verkehrsspartenobmann Johannes Hödlmayr.

Die direkte Wertschöpfung der Logistik liegt in Österreich bei 8,6 Mrd. Euro, etwa 2,5 Mrd. Euro steuert dazu Oberösterreich bei. Spitzennoten erhielt Österreich mit Platz 4 bei der Servicequalität (Dienstleistungsqualität und Logistikkompetenz) sowie bei der Organisation von Warenlieferungen zu wettbewerbsfähigen Preisen. „Letzteres ist vor allem im Hochlohnland Österreich besonders beachtlich“, sieht Hödlmayr die Arbeit der Logistikbranche belohnt.

WKOÖ-Verkehrsspartenobmann Johannes Hödlmayr Bild: Hoedlmayr

Platz 2 im Länderranking beim Faktor Sendungsverfolgung wertet Hödlmayr als Bestätigung für den besonders hohen Digitalisierungsgrad logistischer Prozesse. Als weitere Stärkefelder werden duale Berufsausbildungsmöglichkeiten sowie facheinschlägige Studiengänge betont. Einzig beim Faktor Infrastruktur hat der heimische Logistikstandort leider an Terrain eingebüßt, woraus Politik und öffentliche Hand einen Handlungsauftrag ableiten sollten, empfiehlt Hödlmayr den Verantwortungsträgern.

Besondere Anerkennung fanden Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit für den Logistikstandort. Der Verkehrsspartenobmann sieht diese Signale auch als Bestätigung für die Arbeit der WKO als Interessenvertreter aller Unternehmen. „Es zeigt Früchte, dass wir uns auf Bundesebene massiv für den Gesamtverkehrsplan sowie dessen Umsetzung einsetzen und wertvolle Impulse zum Themenschwerpunkt Logistik im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm des Landes Oberösterreich leisten. Jetzt heißt es, weiter an einem Strang zu ziehen, damit wir dazu beitragen können, die Spitzenposition des heimischen Logistikstandorts zu festigen“, betont Hödlmayr mit Blick in die Zukunft der Logistikbranche.