Preise seit 2012 gesunken

Kraftstoffverbrauch bleibt im 1. Halbjahr stabil

In der halbjährlichen Verbrauchseinschätzung des Mineralölmarktes durch den Fachverband der Mineralölindustrie zeigen sich im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres kaum Veränderungen beim heimischen Kraftstoffverbrauch.

Im ersten Halbjahr 2015 betrug der Verbrauch von Benzin und Diesel in Österreich 3,8 Millionen Tonnen. Umgerechnet in Liter waren dies circa 4,6 Milliarden Liter Kraftstoff (inkl. Bioanteile), die sich auf eine Milliarde Liter Benzin und 3,6 Milliarden Liter Diesel aufteilten.

Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des FVMI Bild: Foto Wilke/WKO

57 % des Dieselkraftstoffes wurden über öffentlich zugängliche Tankstellen verkauft, während 43 % im Commercialgeschäft bei Großkunden vertrieben wurden. Bei Benzin, welches fast zur Gänze über die Tankstellen verkauft wird, ergibt die Markteinschätzung der Mineralölindustrie einen leichten Rückgang um 1,2 %. Bei Diesel kam es hingegen zu einem geringen Verbrauchsanstieg von 0,8 %. „Da am österreichischen Mineralölmarkt an die 80 % Dieselkraftstoff verkauft wird, ergibt sich gesamtheitlich ein leichtes Plus von 0,4 %“, fasst Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie (FVMI), zusammen.

Kraftstoffpreise sinken kontinuierlich

Viele Österreicherinnen und Österreicher befinden sich derzeit auf Urlaub. Vergleicht man zur Halbzeit der Ferien die aktuellen Spritpreise mit jenen zum Zeitpunkt der vergangen drei Jahre, dann muss man feststellen, dass die Kraftstoffpreise von Jahr zu Jahr kontinuierlich gesunken sind. In Summe ist Benzin seit 2012 um 11% und Diesel um 19% billiger geworden. „Dehnt man den Betrachtungszeitraum noch weiter aus und stellt Vergleiche mit dem Verbraucherpreisindex 1986 an, dann sind Kraftstoffe inflationsbereinigt und bei Weglassen der mehrfachen Mineralöl-Steuererhöhungen seit 1986 sogar günstiger geworden“, sagt Capek.