Glossar

Kommissionierung bis Glokalisierung: Das Transport-Lexikon

Fehlen Ihnen manchmal die richtigen Worte? Das macht nichts, denn wir haben einige für Sie in unserem Transport- und Logistik-Lexikon aufgelistet. Mit kurzen Erklärungen wissen Sie schnell, welche Definition ein Begriff mit sich bringt.

Um Ihnen den Arbeitsalltag zu erleichtern, haben wir ein paar Begriffe für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen sollen, sich durch den Begriffsdschungel zu kämpfen. 

Abgabeeinheit

Bezeichnet eine Einheit, die bei der Kommissionierung vom Kommissionierer nach Entnahme in Sammelbehälter oder auf Förderbahnen abgegeben wird. 

Abhollogistik

Ist ein Ausdruck für eine Entwicklung aus dem Handelsbereich, die Abholung bestellter Waren vom Produzenten selbst zu organisieren. Abgesehen von Einsparmöglichkeiten durch Bündelung von Transporten wird der wesentliche Aspekt darin gesehen, dass die Anlieferung in Eigenregie geregelt ablaufen kann, das heißt in Reduzierung des Warenannahmeaufwands. 

Abschreibung

Mangelvermerk auf Beförderungspapieren (zum Beispiel bei fehlenden Packstücken) führt zu Haftungsausschlüssen des Frachtführers

Arbitrage

Bezeichnet das Ausnutzen von Preisunterschieden für gleiche Waren auf verschiedenen Märkten.

Business-to-Business (B2B)

Als B2B bezeichnet man den Handel beziehungsweise wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Unternehmen. Durch die Vernetzung mit Lieferanten, Kunden und Transporteuren haben Unternehmen die Möglichkeit, Kosten einzusparen. Zudem können die Preise und Dienste für Waren weltweit abgeglichen werden. Die Lagerbestände werden in der Regel erst aufgefüllt, wenn sie wirklich benötigt werden.

Business-to-Customer (B2C)

Die Abkürzung B2C steht für den direkten, elektronisch gestützten Handel von Waren und Dienstleistungen mit dem Endkunden beziehungsweise Endverbraucher. Produkte und Dienstleistungen werden heute meist in digitaler Form erworben. Daraufhin werden verschiedene distributive Logistikservices aktiviert – etwa das Komissionieren, Verpacken, Verladen und der Transport zum Kunden.

City-Logistik

Der Begriff City-Logistik beschreibt alle Ansätze für die Gestaltung, Steuerung und Optimierung von Waren- und Informationsflüssen in Ballungszentren. Hier geht es auch um die Letzte Meile (Last Mile). 

Glokalisierung

Eine Kombination der Vorteile aus Globalisierung und Lokalisierung wird als Mischform Glokalisierung bezeichnet und aktuell heiß diskutiert. Das Konzept schließt auch einen klimafreundlichen kombinierten Verkehr mit ein. Der Abriss global aufgestellter Transportketten hat Unternehmen vor komplexe Aufgaben gestellt. Wirksame Gegenmaßnahmen erfordern daher ein Querdenken bekannter Ansätze, um die Versorgungssicherheit auch für solche Situation etwas besser aufzustellen.

Hub-and-Spoke-System („Nabe-Speiche-System”)

Das Ziel solcher Systeme ist die Optimierung der Auslastung von Transportmitteln, um Minderauslastungen oder gar Leerfahrten zu vermeiden. Typische Beispiele für Hub-and-Spoke-Systeme sind KEP-Dienstleister oder Sammelgutspeditionen im Straßengüterverkehr. Bei Paketzustellern sind die Depots die Endknoten, an denen man die Pakete sammelt und dann in die zentralen Hubs befördert. Dort erfolgen dann der Umschlag und die Verteilung auf die Depots. 

Just-In-Time

Grob übersetzt heißt Just-in-Time (JIT) „gerade rechtzeitig“. Es geht also um eine Leistung auf Abruf zum Bedarfszeitpunkt. Die Ware exakt zu jenem Zeitpunkt zu Verfügung zu stellen, zu dem sie vom Kunden benötigt wird, ist ein Service, der gerade jetzt während der Corona-Krise umstrittener ist als zuvor. Mitgrund ist die wirtschaftliche Entwicklung. Grenzschließungen, Liefer-engpässe und -verzögerungen zeigen das Problem auf. Der große Vorteil beim JIT liegt aber darin, dass Lagerkosten eingespart werden können.

Supply Chain Management (SCM)

Das Supply Chain Management steht für die Betrachtung des Logistik-Gesamtprozesses beziehungsweise der gesamten Logistikkette. Vom Spediteur bis zum hin zur Produktion.