Längere Lieferzeiten wegen Tiroler Transitverboten

Der Coronavirus sorgt in Italien für Umsatzrückgänge und weniger Lieferungen. Die italienische Transportbranche plädiert für eine sofortige Aussetzung der Tiroler Fahrverbote.

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Angesichts der schweren Umsatzrückgänge, die Italiens Transportbranche wegen der Coronavirus-Pandemie erleidet, fordern die italienischen Frächter die sofortige Aussetzung der Tiroler Fahrverbote. "Die Coronavirus-Krise belastet einen Sektor, der bereits schwere Behinderungen wegen der Tiroler Fahrverbote erleidet", hieß es in einer Presseaussendung des Frächterverbands Conftrasporto. Besonders betroffen seien Unternehmen in den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien, in denen die Epidemie-Herde lokalisiert wurden. Gefährdet seien Hunderte Jobs, warnte der Verband. "Die Aussetzung der Tiroler Fahrverbote ist dringend notwendig, um den freien Warenumlauf in der EU zu garantieren.

Seit mindestens 30 Jahren sind wir Geiseln Österreichs, das das europäische Prinzip des freien Waren- und Personen verletzt. Es ist absurd, Verbote bei Mangel an alternativen Lösungen zu verhängen. Noch komplizierter ist jetzt die Lage wegen des Coronavirus, der äußerst gravierende Auswirkungen auf den gesamten Logistik- und Transportsektor hat", erklärte Conftrasporto-Vizepräsident Paolo Ugge. Zugleich warnte Ugge vor einer "Coronavirus-Psychose" in ganz Europa. "Das Virus erschreckt ausländische Lkw-Fahrer", sie wollten nicht nach Italien fahren - aus Angst vor der Epidemie und aus Sorge, unter Quarantäne gestellt zu werden.

(apa/red)