Italien will über Tiroler Fahrverbote in Brüssel sprechen

In der nächsten Woche kommt es zu einem Treffen zwischen der italienischen Infrastrukturministerin und der neuen EU-Verkehrskommissarin Adina-Ioana Vălean.

Die italienische Verkehrs- und Infrastrukturministerin, Paola De Micheli, plant kommende Woche (2. Dezember) ein Treffen mit der neuen EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Dabei will De Micheli die Problematik der Tiroler Lkw-Fahrverbote und deren Auswirkungen auf die italienische Wirtschaft ansprechen, berichtete der italienische Frächterverband Conftrasporto in einer Presseaussendung am Dienstag.

Conftrasporto hatte zuletzt Druck auf die italienische Verkehrsministerin für Initiativen auf europäischer Ebene gegen die Tiroler Fahrverbote gemacht. Angesichts der schweren Verkehrslage in den norditalienischen Regionen Ligurien und Piemont wegen der jüngsten Unwettern, die am Montag zur Schließung einiger Autobahnstrecken geführt haben, nehme der Druck der italienischen Frächter für eine Aufhebung der Tiroler Lkw-Fahrverbote zu, hieß es in der Conftrasporto-Mitteilung.

Der Vizepräsident des Verbands Paolo Uggé warnte, dass "einseitig ergriffene Maßnahmen", wie die Tiroler Fahrverbote, den Warentransport über den Brenner schwer belasten. Italien drohe damit die Isolierung. Laut dem Frächterverband überqueren 70 Prozent der Warenströme zwischen Italien und dem Rest Europas die Alpen. 84 Prozent des Warentransports über die Alpen erfolge per Lkw.

(APA/red)