Technologie

Intel-Tochter Mobileye legt Fokus auf selbstfahrende Lieferfahrzeuge

Das israelische Start-up Mobileye will automatisierten Lieferfahrzeugen zum "Sehen" verhelfen. Dabei arbeitet das junge Unternehmen eng mit ebenfalls jungen Herstellern von Lieferfahrzeugen für die letzte Meile zusammen.

Das aus dem Silicon Valley stammende Start-up Udelv möchte automatisierte Lieferfahrzeuge für den urbanen Raum in Serie produzieren. Udelv verbündet sich dazu mit der israelischen Intel-Tochter Mobileye. In Udelvs orangenen Lieferwagen sollen Chips, Sensoren und Software von Mobileye integriert werden, um sich auf den Straßen zurecht zu finden. 

Die Intel-Tochter Mobileye bringt ihre Roboterauto-Technologie in fahrerlose Lieferwagen ein, die 2023 den Regelbetrieb aufnehmen sollen. Der Fahrzeugentwickler Udelv will bis 2028 mehr als 35.000 seiner selbstfahrenden Transporter auf den Markt bringen, wie die Unternehmen am Montag ankündigten. Die rechteckigen Wagen sollen unter anderem auf der sogenannten letzten Meile bei Auslieferungen an Kunden eingesetzt werden.

Mobileye mit Hauptsitz in Jerusalem ist einer von mehreren Entwicklern von Technologie zum autonomen Fahren, die sich Hoffnungen auf einen Platz in künftigen Fahrzeugen machen. Dazu gehören auch große Autobauer und Branchenzulieferer, die Google-Schwesterfirma Waymo, Apple und diverse Start-ups. Mobileye testet seine Systeme mit Kameras und Laserradaren unter anderem in Deutschland. Technik der von Intel 2017 übernommenen Firma steckt auch in vielen Fahrassistenz-Systemen heutiger Autos. Der Deal mit Udelv werde einer von vielen sein, zeigte sich Mobileye-Chef Amnon Shashua überzeugt.

Insbesondere nachdem die Corona-Krise dem Online-Handel einen kräftigen Schub gegeben hat, wird auch mit einem fortlaufend erhöhten Bedarf an Lieferfahrzeugen gerechnet. Udelv und Mobileye treffen in diesem Markt auf Konkurrenz. So gab die Pizza-Kette Domino's am Montag den Beginn von Tests mit fahrerlosen Fahrzeugen des Start-ups Nuro in der US-Stadt Austin bekannt. Die Roboterwagen liefern die Pizza allerdings zunächst nur aus einer Filiale und nur zu festgelegten Uhrzeiten an bestimmen Tagen aus. (apa/red.)