TRANSPORTBAROMETER

Hohe Nachfrage nach Lkw-Laderaum in Europa reißt nicht ab

Die Online-Transportplattform Timocom hat wieder Fracht- und Laderaumangebot gegenübergestellt. Was die Zahlen aus dem dritten Quartal verraten sehen, lesen Sie hier.

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Die erhobenen Daten zu Fracht- und Laderaumangebot sind die Transportbarometerwerte des Smart Logistics System von Timocom. 

Die boomende Wirtschaft in der Eurozone hat auch im dritten Quartal dieses Jahres für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten auf dem Markt gesorgt. Zu diesem Schluss kommt die Online-Transportplattform Timocom. 

„Die Nachfrage nach Laderaum ist in den Sommermonaten kaum gefallen“, sagt Timocom-Sprecher Gunnar Gburek. „Sie bewegt sich auf konstant hohem Niveau.“ Im Durchschnitt standen im Zeitraum von Juli bis August 2018 auf Europas größter Transportplattform, die Teil des Smart Logistics Systems von Timocom ist, 71 Frachtangebote 29 Laderaumangeboten gegenüber.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeichnete sich 2017 exakt dasselbe Ergebnis ab. Mit einem Verhältnis von 55:45 präsentierte sich das Angebot von Fracht zu Laderaum im dritten Quartal 2016 hingegen jedoch noch deutlich ausgeglichener. 

Frachtangebot übersteigt Laderaumangebot empfindlich 

Insgesamt wurden im dritten Quartal 2018 in die Plattform von den rund 127.000 Nutzern europaweit mehr als 40 Millionen (40.836.838) Fracht- und Laderaumangebote eingestellt. Dabei überstieg die Zahl der Frachtangebote (33.696.838) die der Laderaumangebote (7.140.018) mit einem Verhältnis von 83 Prozent zu 17 Prozent erheblich.

© Timocom

„Eine Sommerdelle hat es auch in diesem Jahr nicht gegeben“, kommentiert Gburek die Zahlen. In den kommenden Wochen sei saisonbedingt mit einer nochmals verstärkten Nachfrage nach Transportkapazitäten zu rechnen. So habe der „heiße Herbst“ für die Logistik bereits begonnen.

Fahrermangel unverändert Hauptursache für Lieferengpässe

Hauptursache für Lieferengpässe in Zeiten des Booms ist der bedrohliche Mangel an Lkw-Fahrern. Um kurzfristig Frachtkapazitäten zu schaffen, müssten die vorhandenen Lkw noch besser ausgelastet und Leerfahrten möglichst vermieden werden, so Gburek.

Eine nicht immer einfache Angelegenheit. Allerdings lassen sich Leerfahrten mithilfe dieser Tipps ein Stück weit reduzieren. Mehr Produktivität könne auch dadurch geschaffen werden, Staus auf den Straßen und an den Verladerampen zu vermeiden und somit unproduktive Zeiten für die Lkw-Fahrer zu verkürzen.

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