Teststrecke

Hier bekommen Lastwagen eine eigene Teststrecke

ZF aus Friedrichshafen hat seine erweiterte Erich-Reinecke-Teststrecke in Jeversen offiziell eröffnet. Die dortigen Testkapazitäten wurde um Nutzfahrzeuge erweitert. Investiert wurde eine Summe von rund 18 Millionen Euro.

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Auf der erweiterten Teststrecke in Jeversen werden Lastwagen und Busse in Schräglage manövriert. Die ZF-Division Commercial Vehicle Control Systems entwickelt dort Assistenzsysteme für Nutzfahrzeuge und trägt so dazu bei, die Vision von künftigem autonomen, vernetzten und elektrifizierten Fahren zu realisieren. 

Durch die Ende Mai erfolgte Übernahme von Wabco durch ZF erhält die erweiterte Teststrecke in Jeversen eine noch größere Rolle bei der Entwicklung und Erprobung neuer Systemlösungen und Technologien.  Die Erweiterung der Teststrecke soll insbesondere dazu dienen, Fahrerassistenzsysteme bis hin zu voll automatisierten Fahr- und Mobilitätskonzepten zu testen. Die neue Strecke besteht aus einem neuen 3,6 Kilometer langen Testoval mit Kurven unterschiedlicher Radien wie auch geraden Abschnitten.

Damit lassen sich eine Vielzahl von Verkehrssituationen abbilden und reale Fahrbedingungen wie auf der Autobahn simulieren. Die ausgebaute und modernisierte Teststrecke unterstützt die Entwicklung fortschrittlicher Technologien, darunter Spurhaltesysteme, Stauassistenten, Autobahn-Piloten bis hin zu vollautomatisierten Systemen. Mit dem Ausbau des Testgeländes entstanden auch ein separates Projekt- und Kunden-Center mit über 1.000 Quadratmetern Fläche und zwei weitere Lkw-Hallen.

„Nach der kürzlich erfolgten Übernahme von Wabco unterstreicht diese Investition den Fokus von ZF, gemäß der Konzernstrategie ,Next Generation Mobility‘ Technologien etwa für autonomes Fahren und E-Mobilität für unsere Kunden noch schneller zu entwickeln und zu erproben", sagt Wilhelm Rehm, ZF-Vorstandsmitglied für Nutzfahrzeugtechnik, Industrietechnik und Materialwirtschaft. Die Teststrecke ist nach dem 2008 verstorbenen früheren Wabco-Entwicklungschef Erich Reinecke benannt, der während seiner Karriere maßgeblichen Anteil an der Entwicklung und Markteinführung einer Vielzahl elektronischer Regelsysteme für Nutzfahrzeuge hatte.