IAA Nutzfahrzeuge 2018

Für Bosch steht die IAA im Zeichen der Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung

Der Automobilzulieferer präsentiert im September in Hannover auf der IAA Nutzfahrzeuge sein umfangreiches Portfolio an neuesten Technologien, allesamt für die Mobilität der Zukunft ausgelegt. Was unter anderem gezeigt wird, sehen Sie hier in einem Überblick.

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Vernetzte Services entlasten Lkw-Fahrer und Logistiker

Vernetzungsplattform für cloudbasierte Services: Mit einer neuen Connectivity- Plattform vernetzt Bosch Nutzfahrzeuge über ihre gesamte Lebensdauer hinweg. Sie ist damit die technische Basis für cloudbasierte Services, wie die vorausschauende Diagnose und Software-Updates Over-the-Air. Die Plattform besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: Das Basis-Softwaremodul ist die sichere Kommunikationsschnittstelle zwischen Fahrzeug, Cloud und Services. Mit dem Datenmanagementmodul organisieren Nutzfahrzeughersteller oder Flottenmanager die Fahrzeugdaten, analysieren sie und halten die Software immer auf dem neusten Stand.

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Vernetzte Services entlasten Lkw-Fahrer und Logistiker

Vernetzungsplattform für cloudbasierte Services: Mit einer neuen Connectivity- Plattform vernetzt Bosch Nutzfahrzeuge über ihre gesamte Lebensdauer hinweg. Sie ist damit die technische Basis für cloudbasierte Services, wie die vorausschauende Diagnose und Software-Updates Over-the-Air. Die Plattform besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: Das Basis-Softwaremodul ist die sichere Kommunikationsschnittstelle zwischen Fahrzeug, Cloud und Services. Mit dem Datenmanagementmodul organisieren Nutzfahrzeughersteller oder Flottenmanager die Fahrzeugdaten, analysieren sie und halten die Software immer auf dem neusten Stand.

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Digitales Kombiinstrument

Um die immer umfassenderen Vernetzungs-, Fahrerassistenz- und Infotainmentfunktionen in Lkw einfach und ablenkungsfrei zu bedienen, bringt Bosch digitale Kombiinstrumente ins Cockpit. Neben der klassischen Tachometer-Anzeige werden Funktionsanzeigen, Grafiken für die Routenplanung, Bilder der Rückfahrkamera oder des Nachtsichtgeräts auf dem Display angezeigt und je nach Fahrsituation priorisiert. Der Fahrer bekommt so immer genau die Informationen angezeigt, die er gerade benötigt. Das reduziert die Komplexität und der Fahrer kann sich voll auf die Straße konzentrieren.

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Digitale Außenspiegel ("Mirror Camera System")

2019 geht das digitale Außenspiegel-System „Mirror Camera“ von Bosch und Mekra Lang in Serie. Es ersetzt die beiden großen Spiegel durch Videosensoren außen an der Fahrzeugkabine. Das reduziert den Luftwiderstand und senkt den Kraftstoffverbrauch um bis zu zwei Prozent. Dem Fahrer wird das Bild der Kameras in Echtzeit auf hochauflösenden Monitoren in der Fahrerkabine angezeigt.

Je nach Situation passt das System die Darstellung auf den Bildschirmen an – weiter Blick auf der Autobahn, großer Blickwinkel im Stadtverkehr, hohe Kontraste bei Nachtfahrten. Mit dem Kamerasystem EasyFit von Bosch können auch bestehende Lkw-Flotten mit digitalen Außenspiegeln nachgerüstet werden. Das System basiert auf vier Ultra-Weitwinkel-Kameras, die 360 Grad um das Fahrzeug schauen.

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Vorausschauendes Notbremssystem

Systeme für eine automatische Notbremsung für Nutzfahrzeuge sind EU-weit seit Herbst 2015 für alle Lkw mit mehr als acht Tonnen zulässigem Gesamtgewicht vorgeschrieben. Bosch nutzt hierfür eine Kombination aus Multifunktionskamera und Radarsensor, die im Frontbereich des Trucks verbaut werden. Der Radarsensor erkennt Objekte vor dem Fahrzeug und bestimmt sowohl deren Geschwindigkeit als auch deren Position im Vergleich zur Bewegung des eigenen Fahrzeugs. Droht eine Kollision, wird der Fahrer gewarnt. Reagiert er nicht, leitet das System automatisch eine Notbremsung ein.

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Elektronischer Horizont

Der elektronische Horizont von Bosch lernt in Zukunft bei jeder Fahrt dazu. Die Basis sind hochgenaue Karten mit topographischen Daten der vorausliegenden Strecke. Diese Daten werden in der Steuerung von Motor und Getriebe berücksichtigt, um eine möglichst effiziente Fahrstrategie zu wählen und den Verbrauch weiter zu senken. Bosch entwickelt den seit einigen Jahren verfügbaren elektronischen Horizont nun weiter.

Zukünftig gleicht die Funktion ab, ob die in der Karte hinterlegten Informationen mit den tatsächlichen Gegebenheiten auf der Straße übereinstimmen. Erkennt beispielsweise die Kamera ein Tempo-30-Schild auf einer Straße, in der laut Karte 50 Stundenkilometern erlaubt sind, lernt das Navigationssystem des Trucks die neue Geschwindigkeit. Über die Cloud sollen diese Informationen in Zukunft auch mit anderen Trucks geteilt werden. Der elektronische Horizont, der mitdenkt, soll Anfang 2019 in Serie gehen.

Transportgutüberwachung

Wo ist meine Ware und wie geht es ihr? Diese Fragen stellen sich Logistiker und Kunden. Der Transport Data Logger von Bosch gibt Antworten und macht die Lieferkette von Gütern transparent. Die rund zehn mal zehn Zentimeter kleine Box mit integrierten Sensoren überwacht den Transport sensibler Waren und misst unterwegs die Temperatur, Feuchtigkeit, Neigung und Erschütterung. Die Messwerte werden in einer Smartphone- oder Tablet-App angezeigt und dokumentiert. Werden bestimmte Werte überschritten, schlägt die App Alarm und mögliche Schäden an der Ware können frühzeitig erkannt und dem Verursacher zugeordnet werden.

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Central Gateway

Das Central Gateway steuert den Datenaustausch zwischen den Steuergeräten im Lkw und der Außenwelt über sämtliche Bussysteme hinweg. Es ist damit der zentrale Kommunikationsknoten für vernetzte Nutzfahrzeuge. Besonders sicher wird der Datenaustausch mit modernen Übertragungs- und Verschlüsselungstechnologien. Sie verhindern den unrechtmäßigen Zugriff auf das Fahrzeugnetzwerk mit Firewalls oder dem Intrusion Detection System der Bosch-Unternehmen ETAS und ESCRYPT.

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Vorausschauende Diagnose

Fahrzeugausfälle kommen meist ungeplant und führen gerade bei Nutzfahrzeugen oft zu hohem wirtschaftlichen Schaden. Die vorausschauende Diagnose von Bosch erfasst, bewertet und meldet fortlaufend Komponenten- und Systemzustände im Fahrzeug an eine Cloud. Auf Basis dieser Daten können Störungen oftmals vorhergesagt und somit rechtzeitig behoben werden. Dadurch reduzieren sich die Wartungs- und Servicekosten von Nutzfahrzeugen und die geringere Zahl an Ausfällen erhöht ihre Verfügbarkeit.

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Coach Entertainment Serie

Mit der neuen Coach Entertainment Serie bringt Bosch moderne Multimedia- und Vernetzungstechnik ins Bussegment. Alle Systemkomponenten, wie hochauflösenden Monitore und die zentrale Head Unit, werden über Ethernet AVB miteinander verbunden. Die Abkürzung AVB steht für Audio Video Bridge – eine Übertragungstechnik, die im automobilen Bereich für eine störungsfreie und synchrone Wiedergabe von Bild und Ton auch bei Filmen in High Definition (HD) sorgt. Die neue Ethernet-Verkabelung ist besonders leicht und spart wertvollen Bauraum im Bus.

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Bosch Servotwin

Effizienz und Komfort von schweren Nutzfahrzeugen steigert Bosch mit dem elektro-hydraulischen Lenksystem Servotwin. Es bietet eine geschwindigkeitsabhängige Lenkunterstützung und spart im Vergleich zu einer rein hydraulischen Lenkung Kraftstoff. Dank elektronischer Schnittstelle ist das Lenksystem zugleich Basis für Assistenzfunktionen wie Spurassistenten oder eine Seitenwindkompensation. Das Lenksystem kommt unter anderem bereits im automatisiert fahrenden Actros von Mercedes-Benz zum Einsatz.

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Hinterachs-Lenkung

Die elektro-hydraulische Hinterachs-Lenkung ermöglicht bei Nutzfahrzeugen mit drei oder mehr Achsen zusätzlich die Vor- oder Nachlaufachsen zu lenken. Dadurch wird der Wendekreis kleiner und der Reifenverschleiß reduziert. Aus dem über CAN-Bus übertragenen Lenkwinkel an der Vorderachse ermittelt das Lenksystem den optimalen Lenkeinschlag der Hinterachse. Nach der Kurvenfahrt übernimmt das System auch die Rückführung der Räder in die Geradeausstellung. Energie verbraucht das System aber immer nur dann, wenn tatsächlich gelenkt wird.

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Modulares Common-Rail-System

Das modulare Common-Rail-Einspritzsystem CRSN für Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen sorgt für eine effiziente Kraftstoffversorgung bei Dieselmotoren. Es ist variabel in Aggregaten mit bis zu acht Zylindern und Leistungen bis 850 Kilowatt einsetzbar. Je nach Segment und Markt werden Lebensdauern bis zu 1,6 Millionen Kilometer im On-Highway- Betrieb sowie 15 000 Stunden Lebensdauer im Off-Highway-Betrieb erreicht. Gegenüber herkömmlichen Systemen kann der Kraftstoffverbrauch um bis zu ein Prozent gesenkt werden. Dies entspricht bei einem Heavy-Duty-Nutzfahrzeug einer Einsparung von bis zu 450 Litern Diesel pro Jahr. Das System ist auch für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ausgelegt.

Erdgasantriebssysteme

Für die kommenden Jahre gehen Marktprognosen weltweit von zweistelligen Wachstumsraten bei Erdgas-Fahrzeugen aus. Hauptgründe sind der im Vergleich zu Flüssigkraftstoffen geringere Ausstoß an Kohlendioxid und Partikeln sowie die hohe Laufruhe. Das Bosch-Angebot umfasst das Steuergerät, Komponenten zur Kraftstoff-Einblasung und Luftsteuerung sowie eine Vielzahl von Sensoren. Die Komponenten sind leistungsfähig, kompakt und durch langjährige Felderfahrung erprobt.

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E-Cargo-Bike

Elektrifizierte Cargo-Bikes erobern die Innenstädte und machen Transporte von Lebensmitteln und Kleinstsendungen flexibel und schnell. Der eBike-Antrieb der Performance Line von Bosch treibt die Lastenräder mit 63 Nm Drehmoment an. Das sorgt für mehr Power beim Anfahren, auch wenn es in der Stadt bergauf geht. Mit einem zweiten Batteriepack sind unter günstigen Bedingungen Reichweiten bis zu 180 Stundenkilometern möglich – auch mit Zuladung. Den schnellsten Weg bei Auslieferungen findet der Bordcomputer Nyon. Mit ihm hat der Fahrer die aktuelle Uhrzeit, Geschwindigkeit, Schaltempfehlung, Reichweite, Distanz und den Akku-Ladestand immer im Blick.

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Cargo-Tricycle mit 48-Volt-Antrieb

Leichte Elektrofahrzeuge auf zwei, drei und vier Rädern spielen eine zunehmend wichtige Rolle, um Waren im Stadtgebiet schnell und flexibel auszuliefern. Bosch treibt mit seinem 48-Volt-Antriebssystem auch Cargo-Dreiräder an. Damit bringen Lieferdienste Briefe und Päckchen im urbanen Umfeld auf der „letzten Meile“ bis zum Ziel.