Straßengüterverkehr

Ein neues Video gegen den Fahrermangel

Bisherige Anstrengungen haben leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, monieren die Transporteure in der Wirtschaftskammer Österreich. Es geht darum mehr Menschen zu einer Führerscheinausbildung C/CE /C95 zu bewegen. Nun soll ein weiterer Anlauf zum gewünschten Erfolg führen.

In einer aktuellen Aussendung der Fachgruppe Wien der Transporteure in der Wirtschaftskammer Wien steht es wieder einmal schwarz auf weiß: Die Transportbranche muss sich seit Jahren der großen Herausforderung stellen, geeignete Lkw-LenkerInnen zu finden. Alle bisherigen Maßnahmen haben jedoch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Nun soll ein Video, das auf mehreren Wiener Privatsendern abgespielt wird für Aufklärung dieses Problems sorgen - und hoffentlich mehr Führerscheinausbildungen im Bereich C/CE /C95. 

Mit Branchenvertretern hat die Fachgruppe der Transporteure nun mehrere Unterstützungsaktionen initiiert:

  • Verstärkte Vermittlungsaktivitäten mit Controlling (Unwillige oder nicht ausgebildete Fahrer werden nicht mehr vermittelt)
  • Jobbörse mit qualitativ ausgesuchten und vorgemerkten Personen
  • Finanzierung eines Ausbildungslehrganges für angehende BerufskraftfahrerInnen
  • Personen, die einen C Führerschein haben, erhalten bei einer Einstellzusage eine Förderung der Kosten für die Grundqualifikation (C95)
  • Projekt „Friends on the road“ – Förderung bis max. 100 Personen zur Erlangung eines Führerschein der Klasse C, sofern eine Einstellzusage eines Unternehmens vorliegt. Nach Absolvierung des Führerscheins ist als weitere Unterstützungsmaßnahme ein anschließendes Arbeitstraining von 3 Wochen vorgesehen.

Auch werde das AMS bestehende Modelle für eine arbeitsplatznahe Qualifizierung evaluieren und bei Eignung auch in Wien für die Transportbranche umsetzen, ist in der Aussendung zu lesen. 

Was kann die Branche beitragen?

"Immer wieder wird uns das Missverhältnis zwischen vorgemerkten arbeitssuchenden LenkerInnen (ca. 650 Personen) und offenen Stellen (knapp 100) vorgehalten", sagt Fachgruppenobmann Wolfgang Böhm und ergänzt: "Warum das so ist, brauche ich an dieser Stelle nicht näher auszuführen. "Melden Sie trotzdem alle offene Stellen beim AMS und definieren Sie exakt das erwartete Anforderungsprofil", rät Böhm. Und wenn das Bewerbungsgespräch nicht zu einer Einstellung führt, dann geben Sie bitte ein 'ungeschöntes Feedback' an das AMS. Nur so können allfällige Verbesserungen oder Sanktionen tatsächlich verhängt werden."

Böhm sei es persönlich besonders wichtig, dass sich nicht nur vorgemerkte Personen qualifizieren und dann Vermittlungsversuche starten, sondern auch gezielt neue LenkerInnern durch unterschiedliche Begleitmaßnahmen generiert werden. "Deswegen sehe ich im Projekt 'Friends on the road' ein großes Potenzial für unsere Branche". so Böhm. 

Der Fachgruppenobmann ruft zum aktiven Mitmachen auf - speziell für das Sonderprojekt „Friends on the road“ würde Unterstützung benötigt. "Auch wenn mir klar ist, dass hier eine gewisse Vorbereitungszeit für die Umsetzung der einzelnen Projekte notwendig ist, kann ich nach dem Gespräch mit der Leiterin des AMS Wien, Frau Mag. Petra Draxl, nur ein positives Resümee ziehen. Erfüllen auch wir unsere sozialpolitische Obliegenheit und melden Sie bitte offene Stellen an das AMS Wien", betont Böhm. 

https://youtu.be/Rn4CAuMLT4k