Gesamtmehrheit von 51 %

Edenred übernimmt UTA-Mehrheit

Der Tank- und Service-Kartenanbieter UTA hat mit der Pariser Edenred-Gruppe ab dem 1. Januar 2017 einen neuen Mehrheitseigentümer. Die Gründerfamilien Eckstein und van Dedem überlassen von ihrem Mehrheitsanteil (51 %) weitere 17 % dem Mitgesellschafter Edenred (34 %).

Mit der Übernahme zieht die Edenred-Gruppe jetzt die Option zur Mehrheitsübernahme (51 %), die bereits beim Einstieg vereinbart worden war. Weitere 15 % an UTA hält die Daimler AG.

„Nach der Unterzeichnung einer strategischen Vereinbarung mit Embratec und einer Verdoppelung der Größe des Tankkartengeschäfts in Brasilien wird Edenred durch die Erhöhung seines Anteils am Kapital der UTA zu einem weltweit agierenden Spezialisten am Markt für Spesenmanagement. Edenred, die bereits seit zwei Jahren eine Beteiligung an der UTA halten, sind nunmehr Mehrheitsgesellschafter. Dank dieser maßgeblichen Beteiligung und aufgrund des Erfolges unserer ersten gemeinsamen Initiativen, sind wir zuversichtlich, dass wir das Potenzial der UTA in Europa ausbauen können. Sowohl im Bereich des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs als auch mit der Einführung von Lösungen für Pkw-Fuhrparks in ausgewählten Schlüsselländern“, so Bertrand Dumazy, Vorsitzender und CEO von Edenred, Beiratsvorsitzender der UTA.

„Bereits bei der Übernahme der 34 %, die zuvor British Petroleum (BP) hielt, haben wir Edenred eine Kaufoption von weiteren 17 % aus dem Bestand der Eigentümerfamilien eingeräumt“, erklärt Klaus Eckstein. „Wenn diese Option jetzt genutzt wird, sehen wir dieses sehr positiv und verstehen das als klares Bekenntnis der neuen Mehrheitseigentümer zur Strategie und zum Wachstumskurs von UTA.“ Aktuell wickelt UTA für seine Kunden in 40 europäischen Ländern umfangreiche Dienstleistungen aus den Bereichen Treibstoff, Mautgebühren, Rückerstattung der Umsatzsteuer, Werkstattleistungen und vielen anderen Bereichen ab. Nahezu eine Million Fahrer nutzen UTA-Lösungen für die bargeldlose Abwicklung.

UTA und Edenred sehen großes Potenzial in der Entwicklung der Services von UTA für den Last- und Schwerverkehr vor allem in Mittel- und Osteuropa. „Wir arbeiten zudem an neuen Lösungen für das Management von Pkw-Flotten, die Edenred zukünftig auch seinen 300.000 Kunden in Europa anbieten wird“, so Volker Huber, CEO von UTA. Der europäische B2B-Markt für Tankkarten verfügt mit rund 300 Milliarden Euro, die derzeit für Treibstoffe auf Geschäftsreisen ausgegeben werden, über ein großes Entwicklungspotenzial. Insbesondere im Bereich der Pkw-Fuhrparks haben bargeldlose sowie markenunabhängige Zahlungssysteme ein starkes Wachstumspotenzial.

„Edenred hat ehrgeizige Ziele auf dem Expense Management-Markt. Ziel ist ein jährliches Volumen von mehr als neun Milliarden Liter Kraftstoff bis 2020 – verglichen mit 3,3 Milliarden im Jahr 2015“, sagt Bertrand Dumazy. „Dieses kräftige Wachstum wird sich deutlich auf das Profil des Konzerns auswirken, da dieses Geschäft bis 2020 voraussichtlich über 25 % des operativen Umsatzes ausmachen wird, im Vergleich zu 12 % im Jahr 2015."

Familien Eckstein und van Dedem übergeben einen Anteil von 17 % an Edenred, damit erhält die Edenred-Gruppe die Gesamtmehrheit von 51 % an UTA © UTA / Edenred
Familien Eckstein und van Dedem übergeben einen Anteil von 17 % an Edenred, damit erhält die Edenred-Gruppe die Gesamtmehrheit von 51 % an UTA